Shankra-Festival 2026 in Lostallo GR zum dritten Mal abgesagt
Das Shankra-Festival in Lostallo GR wird das dritte Jahr in Folge nicht stattfinden. Das sagt Gemeindepräsident Moreno Monticelli gegenüber dem italienischsprachigen Radio RSI. In der Vergangenheit hatte die Veranstaltung Tausende von Teilnehmenden aus der ganzen Welt angelockt.
Hinter dem Entscheid stehen gemäss RSI-Berichterstattung vor allem finanzielle Gründe. Hinzu kommen strengere Sicherheitsanforderungen seitens der Gemeinde. Dazu zählte die Forderung nach einer umfassenden Risikoanalyse. Mögliche Schwachstellen sollten identifiziert und Massnahmen zur Gewährleistung der Sicherheit der Teilnehmenden und der lokalen Bevölkerung ergriffen werden.
In den vergangenen zwei Jahren war das Festival mit psychedelischer Musik aufgrund von Unwettern oder den Folgen, die sich daraus ergaben, abgesagt worden. Ein Comeback im kommenden Jahr ist gemäss Monticelli aber nicht ausgeschlossen.
Grin-Festival will trotz Problemen weitermachen
Während das Festival in Lostallo das dritte Jahr in Folge pausiert, bestätigt das Grin Festival in Roveredo – geplant vom 25. bis 28. Juni –, dass es trotz der wachsenden wirtschaftlichen und organisatorischen Schwierigkeiten bei Open-Air-Kulturveranstaltungen weitermachen will.
2024 war das Musikfestival in Roveredo auch wegen Unwettern auf Anordnung der kantonalen Behörden vorzeitig abgebrochen worden. Die daraus resultierenden Einnahmeausfälle führten dazu, dass das Komitee die Fortführung des Festivals hinterfragte. In der nach der Veranstaltung veröffentlichten Jahresrechnung sprachen die Organisatoren offen von einem «gewichtigen Einnahmedefizit» und einer Situation, welche «die Bereitschaft zum Weitermachen stark infrage gestellt» habe.
Kulturgelder gekürzt
Domenico Tanese, einer der Organisatoren des Festivals, erklärte gegenüber Keystone-SDA, dass das Grin Festival nach der Absage im Jahr 2024 «40'000 Franken aus dem Nichts zusammenkratzen» musste – unter anderem durch eine Spendenaktion. Laut Tanese steht das Festival heute «stark unter Druck», vor allem aufgrund der Kürzung öffentlicher Gelder für die Kultur.