Selenskyj droht Russland mit bis zu 1.000 Drohnen täglich
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Moskau mit einer Intensivierung der Drohnenschläge im russischen Hinterland gedroht.
«Die Aufgabe lautet: täglich 1.000 Drohnen für Langstreckenangriffe gegen Russland. Derzeit führen wir durchschnittlich über 300 solcher Langstreckenangriffe aus – das muss mehr werden», sagte Selenskyj in seiner in Kiew verbreiteten abendlichen Videobotschaft. Die Ukraine müsse den Einsatz von Waffen zur Abwehr russischer Angriffe maximieren, betonte er.
Mit den Angriffen etwa auf Ölraffinerien, Logistikzentren und militärische Ziele hat Kiew die Kosten für Moskaus Krieg in die Höhe getrieben. Kremlchef Wladimir Putin hatte wirtschaftliche Schäden zwar eingeräumt, sie aber als nicht kritisch heruntergespielt. Putin wiederum drohte der Ukraine mit Attacken, die weitaus mehr Zerstörungen anrichteten als umgekehrt.
Dagegen sagte Selenskyj, dass Kiew auf Moskaus «Terroreskalation» antworten werde. Zugleich müsse die Ukraine die Produktion von Abfangraketen speziell gegen Russlands Drohnen deutlich beschleunigen, sagte er. Der ukrainische Staatschef hatte immer wieder erklärt, dass es praktisch Ziel Kiews sei, Moskau verhandlungsreif zu schiessen.
Ukraine will russische Häfen blockieren
«Sie haben bereits weniger Benzin, weniger Exporte und weniger Logistikkapazitäten», sagte Selenskyj zu den Ergebnissen der seit Wochen andauernden Attacken in Russland. Das alles helfe, Russlands Kriegspotenzial zu verringern. «Es wird noch mehr solcher Verluste für sie geben, wenn Russland nicht bereit ist, vernünftig über ein Ende dieses Krieges zu verhandeln.»