Sechs Jahre Gefängnis für Todesfahrer von Domat/Ems
Das Regionalgericht Imboden hat sein Urteil gefällt: Der heute 41-jährige Mann, der vor zwei Jahren eine junge Frau bei einem Verkehrsunfall getötet hatte, wird zu sechs Jahren Gefängnis unbedingt verurteilt. Dazu eine bedingte Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 90 Franken und eine Busse von 300 Franken wegen Cannabis-Konsum. Das Gericht folgt damit in allen Punkten der Forderung der Staatsanwaltschaft.
Der Verteidiger hatte auf 16 Monate bedingt plädiert. Es handle sich nämlich nicht um eventualvorsätzliche, sondern um fahrlässige Tötung, begründete er. Beim Prozess sagte der Anwalt der Familie des Opfers, dass eine solche Strafe für seine Mandanten aber wie ein Schlag ins Gesicht wäre.
Gerichtsreporter Theo Gstöhl hat für die Zeitung Südostschweiz die Gerichtsverhandlung und die Urteilsverkündung begleitet. Das sagt er zum Urteil: