Schwerer Luftangriff auf Kiew mit Toten und Verletzten
Durch einen massiven russischen Luftangriff mit ballistischen Raketen und Drohnen sind in der Ukraine mindestens zwölf Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Das teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der Plattform X mit.
Am schwersten betroffen war die Hauptstadt Kiew. Allein in einem dortigen Eisenbahndepot töteten die russischen Raketen sieben Menschen. Es gebe Brände und schwere Schäden, schrieb Bahnchef Olexander Perzowskyj auf Facebook. Dutzende Bahnmitarbeiter hätten sich in Schutzräumen in Sicherheit bringen können.
«Russland plant seine Angriffe immer so, dass sie im Leben der Menschen so viel Zerstörung wie möglich anrichten, und es hat Erfolg, wenn es an Kapazitäten zur Flugabwehr fehlt», erklärte Selenskyj. Die Ukraine sei dankbar für alle Hilfen zur Flugabwehr, die Lieferungen müssten aber in diesem Herbst aufgestockt werden.
EU sucht nach Abwehrmunition
Die EU-Aussenbeauftragte Kaja Kallas sagte bei einem informellen Verteidigungsministertreffen in Irland, man wisse, dass einige EU-Länder über Abfangraketen verfügten, deren Nutzungsdauer bald ablaufe. Es wäre deshalb gut, diese der Ukraine zu überlassen, die sie zum Schutz ihrer Bevölkerung einsetzen könne. Zudem spreche man auch Länder ausserhalb der EU an und arbeite daran, gemeinsam mit der Ukraine europäische Abfangraketen zu entwickeln und herzustellen.
Welche EU-Länder Abfangraketen abgeben könnten, sagte Kallas nicht. Nach Angaben von Diplomaten sollen es vor allem um Griechenland und Spanien gehen.
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