Schweizer wollen Schutz vor Hitze mit Vorbehalten
Eine grosse Mehrheit der Schweizer Bevölkerung hat sich laut einer Umfrage für Hitzeschutzmassnahmen ausgesprochen. So werden Hitzefrei für Bauarbeiter ab 33 Grad und die Klimatisierung öffentlicher Gebäude klar befürwortet.
Die flächendeckende Ausstattung von öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Altersheimen und Spitälern mit Klimaanlagen stösst bei 91 Prozent der Befragten auf überwältigende Zustimmung, wie es in einer am Sonntag veröffentlichten Umfrage von «20 Minuten» und Tamedia heisst. Dieser Wert stellt einen Konsens über alle politischen Parteien, Altersgruppen und Regionen hinweg dar.
Auch die Forderung der Gewerkschaft Unia nach Hitzefrei für Bauarbeiter ab 33 Grad wird von einer deutlichen Mehrheit von 81 Prozent unterstützt. Dabei zeigen sich Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Während 58 Prozent der Frauen der Forderung zustimmen, sind es bei den Männern 36 Prozent. Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Einkommen, wobei Personen mit tieferen Einkommen die Massnahme signifikant häufiger befürworten.
Geteilter Meinung ist die Bevölkerung hingegen bei der Frage, ob Schülerinnen und Schüler ab einer Temperatur von 26 Grad im Klassenzimmer vom Unterricht befreit werden sollten. Einer knappen Mehrheit von 51 Prozent, die dies befürwortet, stehen 47 Prozent gegenüber, die dagegen sind. Bei Männern waren es 44 Prozent, bei Frauen 57 Prozent.
Klimaanlagen grundsätzlich erwünscht
Generell stehen 67 Prozent der Befragten dem vermehrten Einbau von Klimaanlagen positiv gegenüber, wie es weiter hiess. Die Zustimmung steige dabei mit dem Einkommen an. Eine Mehrheit von 69 Prozent spricht sich zudem für eine Lockerung der kantonalen Baubewilligungspflichten für sogenannte Split-Klimageräte aus. Besonders hohe Zustimmungswerte für eine solche Lockerung finden sich bei Männern sowie bei den Anhängern von SVP und FDP.