Schweizer Equipe triumphiert beim CSIO St. Gallen im Nationenpreis
Die Schweizer Equipe gewinnt den mit 250'000 Euro dotierten Nationenpreis beim CSIO St. Gallen. Der eigentliche Sieger heisst Jason Smith, der mit zwei Blankoritten den Grundstein zum Triumph legt.
Das Team mit den Routiniers Steve Guerdat auf Iashin Sitte und Martin Fuchs mit Lorde sowie den WM-Aspiranten Jason Smith im Sattel von Picobello und Alain Jufer auf dem Rücken von Dante musste 9 Strafpunkte hinnehmen und hielt somit neun Nationen klar auf Distanz. Platz 2 ging an Österreich mit 16 Zählern, Dritter wurde Grossbritannien mit 17 Punkten. Es ist dies nach 2022 und 2023 der dritte Schweizer Sieg in der jüngeren Vergangenheit.
Der Mann des Tages war Jason Smith, der mit zwei fehlerlosen Ritten endgültig die Visitenkarte für das WM-Ticket in Aachen abgab. Der gebürtige Schotte, der seit 2024 für die Schweiz reiten darf und erstmals den Nationenpreis in St. Gallen bestritt, steht derzeit als WM-Kandidat neben den gesetzten Guerdat und Fuchs auf dem Prüfstand. Der 35-Jährige und sein Hengst Picobello lösten die Aufgabe mit zwei Blankoritten hervorragend. Dies gelang auf dem Gründenmoos nur noch einem weiteren Paar.
Ein Traum wird wahr
«Es war mein Ziel, mich hier im besten Licht zu zeigen. Dass es derart gut gelungen ist, kann ich immer noch nicht fassen», meinte der Reiter, der mit seiner Frau in der Nähe von Luzern einen Ausbildungsstall betreibt. «Doppel-Nuller und gewinnen, es ist ein Traum.»
Leicht höher wird der Selektionsdruck nun auf den Schultern von Alain Jufer lasten. Der Jurassier hatte im Winter-Halbjahr mit Dante die Qualifikation für den Weltcupfinal geschafft, verzichtete aber auf die Reise in die USA, um den Wallach zu schonen. Im ersten Umlauf kam kurz vor Schluss ein Abwurf, in der Reprise misslang ihm die Schlusslinie mit gleich drei Fehlern. «Ich wollte es im zweiten Umgang besser machen, aber es wurde noch schlimmer. Ich bin enttäuscht von meiner Reiterei», betonte Jufer. Dieses Gefühl überwog, obwohl auch er zum Sieg beigetragen hat.