Schutz und Rettung Zürich erhält nur zum Teil Elektro-Rettungswagen
Schutz und Rettung Zürich ersetzt derzeit seine Rettungswagen. Nur ein Drittel von 27 Wagen wird elektrisch betrieben sein, trotz Klimavorgaben der Stadt. Das Stadtparlament stimmte den Ausgaben am Mittwoch gegen den Widerstand der SVP zu.
Schutz und Rettung Zürich (SRZ) testete in den letzten Jahren elektrisch betriebene Rettungsfahrzeuge. Ziel war es, entsprechend den städtische Klimazielen und der Netto-Null-Strategie, möglichst viele Fahrzeuge mit alternativem Antrieb zu beschaffen. Doch die Erfahrungen waren mässig gut, wie die Weisung des Stadtrats zeigt.
So habe sich gezeigt, dass die Fahrzeugkonzepte bei den Rettungswagen (RTW) mit Elektroantrieb noch nicht vollständig ausgereift seien. «Ein zum Elektrofahrzeug umgebauter RTW bewährte sich nicht. Die Fahrzeugsysteme führten unkontrollierte Neustarts durch, wodurch die Einsatzkräfte nicht losfahren konnten. Dieses Fahrzeug musste dem Hersteller zur Fehlerbehebung zurückgegeben werden», heisst es im Bericht.
Beim zweiten als Elektrofahrzeug konzipierten Fahrzeug hätten sich Ladekonflikte zwischen der Fahrzeugbatterie und den elektrischen Verbrauchern wie Licht, medizinische Geräte oder Kühlung ergeben, weshalb das Fahrzeug nachträglich modifiziert werden musste.
Fahrzeuge müssen immer einsetzbar sein
Nun sollen von den 27 Fahrzeugen nur 9 mit Elektroantrieb beschafft werden. Dem Stadtparlament legte der Stadtrat dafür einen Kredit von rund 4,2 Millionen Franken vor.
Die SVP wehrte sich im Gemeinderat mit Verweis auf die Probleme bei den Tests gegen die Anschaffung. «Ist Ideologie wichtiger als gesunder Menschenverstand?» fragte Stephan Iten. Die Kernaufgabe sei doch, dass die Fahrzeuge jederzeit einsetzbar seien. Er habe selber schon eine Stunde warten müssen, weil sein E-Auto ein Update machte, warf er ein.