Schulpräsidium: Sanfter die Klingen nie kreuzten
Es geht um viel am 10. März: Um eines von drei Vollämtern im siebenköpfigen Stadtrat von Rapperswil-Jona. Und ein Gehalt von rund 210 000 Franken. Dieses erhält der Präsident der städtischen Schule mit rund 2700 Schülern, rund 400 Lehrpersonen und einem Budget von gut 60 Millionen Franken. Dazu kommen die Verantwortung für das Ressort Gesundheit und Alter sowie den Bereich Sport.
Debattiert wurde beim gestrigen Podium im «Kreuz» primär über die Schule. Dies, obwohl sich unter den knapp 150 Interessierten viele ältere Semester befanden, wie ein Zuhörer nach einer Stunde anmerkte. Es blieb hier bei einigen vagen Aussagen der Kandidaten zum Bedarf nach Angeboten für alle Alters- und sozialen Gruppen.
Selbstbewusster Politiker
Die Debatte verlief unter der Leitung von Moderator Remo Müller betont sachlich. Persönliche Angriffe blieben aus. Am schärfsten war noch der Seitenhieb von CVP-Kandidat Roland Manhart gegen SVP und FDP. Diese empfehlen anstelle des bürgerlichen Kandidaten SP-Mann Luca Eberle. Laut FDP ist dessen Kompetenzvorsprung beim Hearing «überdeutlich hervorgetreten». Er arbeite seit 27 Jahren als Lehrer, so Manhart. «Mir mangelnde Schulkenntnis vorzuwerfen, ist falsch.» Er sei wohl als bisher nebenamtlicher Stadtrat der einen oder anderen Partei auf die Füsse getreten. Zudem: «80 Prozent mehr CVP im Stadtrat finden nicht alle lässig.»
Roland Manhart, CVP-Kandidat
Berufsschullehrer Manhart legte den selbstbewusstesten Auftritt hin. Der 47-Jährige erwähnte im Stakkato Erfolge, die er nach sechs Jahren als Stadtrat für sich beansprucht, etwa das Umsetzen eines regionalen Führungsstabs im Zivilschutz, ein Projekt zur Gewaltprävention rund um Hockey-Matches oder das Mitwirken am Altersleitbild der Stadt. Auch das Thema Kesb ging er offensiv an. Er habe als Dossierverantwortlicher nur Entscheide des Stadtrats nach aussen vertreten. Würde er alles nochmals genau gleich machen? Kopfnicken.