Schule in Wolfhalden AR schliesst wegen Brandschutzmängeln
Wegen «gravierender Mängel beim Brandschutz» hat die Gemeinde Wolfhalden ein Schulhaus per sofort geschlossen und den Schulbetrieb eingestellt. Eine weitere Nutzung des Dorfschulhauses sei «nicht verantwortbar», heisst es in einer Mitteilung des Gemeinderates vom Freitag.
Beim Dorfschulhaus fehlen gemäss einem Expertenbericht an mehreren Stellen die erforderlichen Brandschutzabschnitte und brandschutzsichere Türen, um eine Ausbreitung von Feuer und Rauch wirksam zu verhindern. So heisst es in einer Mitteilung des Gemeinderates von Wolfhalden AR, über welche die Online-Ausgabe des «St. Galler Tagblatt» zuerst berichtet hatte.
Zudem sind die Durchgangsbreiten bei Treppen und Türen teilweise ungenügend. Auch die Fluchtwege über die Treppen bemängelten die Experten. «Zudem entsprechen Bodenaufbau und Deckenverkleidungen nicht den heute geltenden Brandschutzanforderungen», heisst es in der Mitteilung weiter.
Angesichts der festgestellten Mängel und der damit verbundenen Risiken könne der Gemeinderat den Schulbetrieb im Dorfschulhaus nicht weiter verantworten, bilanziert er. Die Schliessung sei «einschneidend», aber «unumgänglich».
Rund 30 Schulkinder betroffen
Bis anhin ist das Schulhaus von der 2. bis 9. Klasse für die Fächer Werken textil und von der 4. bis 6. Klasse für Werken nicht textil genutzt worden. Weiter fand im Erdgeschoss der Religionsunterricht der 1. und 3. Klasse statt. Auch eine Spielgruppe nutzte die Räumlichkeiten.
Von der Schliessung betroffen sind rund 25 bis 30 Schulkinder, wie Gino Pauletti, Gemeindepräsident von Wolfhalden, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA schreibt.