Schnee liegt rekordhoch und fordert mehr Lawinenopfer
In den vergangenen Tagen fiel in Graubünden eine Rekordmenge an Schnee. Die Schneehöhe im Prättigau und im Unterengadin sowie in der Region Albula und Plessur ist denn auch überdurchschnittlich: Es liegt dort 1,7-mal so viel Schnee wie im langjährigen Mittel; und im übrigen Kanton immer noch eineinhalbmal so viel.
Die höchste Neuschneesumme innert drei Tagen fiel in Chur. 82 Zentimeter wurden bis am Samstagmorgen gemessen. «Das ist der höchste Drei-Tages-Neuschnee-Wert seit Beginn der Messungen vor 134 Jahren», sagt Jürg Trachsel vom WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung SLF in Davos. Zu den Spitzenreitern der jeweiligen Messstationen gehören auch Siat in der Surselva, wo es in drei Tagen 146 Zentimeter der weissen Pracht schneite. Und in Valzeina im Prättigau fielen 139 Zentimeter.
Maximal viel Schnee an vier Orten
Bei der Schneehöhe stechen vier Messfelder heraus: In Sta. Maria, Valzeina, Vals und Sedrun wurde nämlich gestern Sonntag gemäss Lawinenforschungsinstitut eine neue Maximal-Schneehöhe für dieses Datum gemessen. In Sta. Maria betrug diese 80 Zentimeter, das bisherige Maximum am 17. Januar lag bei 77 Zentimetern. In Valzeina wurden als neues Maximum 119 Zentimeter gemessen, bislang lag der Höchststand bei 112 Zentimetern. In Vals ist das neue Maximum nun bei 102 Zentimetern (bislang 76 Zentimeter) und in Sedrun bei 120 Zentimetern (bislang 110 Zentimeter).
Schweizer am Casanna verschüttet
Der erste schöne Tag nach dem Schneewetter, der Samstag, forderte in der ganzen Schweiz drei Lawinenopfer, davon eines in Graubünden: Zwei Skifahrer wurden am Casanna oberhalb von Klosters von einer Lawine erfasst. Einer der Wintersportler konnte nur noch tot geborgen werden.
Lawinenunfall am Casanna fordert Todesopfer