Regenwetter lässt Hoffnung auf Rekordsommer schwinden
Bündner Touristikerinnen und Touristiker starteten mit einigen offenen Fragen in den Sommer 2021. So war lange unklar, wie gross die Restriktionen in der Schweiz und im Ausland sein werden. Und Änderungen sind weiterhin jederzeit möglich. Eng damit verbunden war auch die Frage, wie viele Schweizerinnen und Schweizer wie im Jahr 2020 im Inland Ferien machen. Im Vorjahr verzeichnete Graubünden in den Sommermonaten anders als alle anderen Schweizer Regionen nämlich gar ein leichtes Plus zum Jahr 2019, wenn auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen sehr gross waren. Eine andere grosse Frage war, ob ausländische Gäste bereits wieder nach Graubünden strömen.
Weniger Schweizer Gäste
Nachdem nun die Sommerferien in vielen Schweizer Kantonen begonnen haben, lässt sich eine erste grobe Antwort auf diese Fragen geben. Ernst «Aschi» Wyrsch, Präsident von Hotelleriesuisse Graubünden, fasst die Situation so zusammen: «Es kommen immer noch viele Schweizerinnen und Schweizer, aber nicht in der gleichen Anzahl wie Vorjahr. Die Welschen lassen noch ein wenig auf sich warten.» Langsam kämen wieder mehr Gäste aus dem Ausland «wetterbedingt aber noch nicht in grossen Scharen», wie er feststellt. In erster Linie handle es sich um Gäste aus Deutschland und Italien. Wyrsch prophezeit «einen schlechteren Verlauf als im Vorjahr, aber ungefähr auf dem Niveau Sommersaison 2019». Er warnt jedoch eindringlich: «Sollte das Wetter nicht nachhaltig besser werden, was nicht der Fall sein wird, kann sich sogar eine ausgesprochen schlechte Sommersaison ergeben.»
Es kommen viele Schweizerinnen und Schweizer, aber nicht mehr gleich viele wie im Vorjahr.»