Ragettli trifft auf Kälte-Guru
Eisbäder ist sich Andri Ragettli gewohnt. Im Januar dieses Jahres harrte der Flimser während dreissig Minuten im zugefrorenen Caumasee aus. Sieben Tage hat er dafür zuvor trainiert, wie er damals erklärte. Jeden Tag harrte er für einige Sekunden oder Minuten länger im Eisbad.
Eisbäder haben seit Längerem im Sport Einzug gehalten. Es fördert die Durchblutung der vom Training beschädigten Muskulatur und beschleunigt so die Regeneration. Andri Ragettli wählt mit seinen Eisbädern aber einen anderen Ansatz. Jener des Holländers Wim Hof, den Ragettli kürzlich in Amsterdam getroffen hat, und von dem er ein persönliches Training erhielt. «Ein Traum wird wahr», schreibt Ragettli dazu auf seinem Instagram-Profil.
Wim Hof entwickelte ein Training, das nebst dem Einsatz von Eisbädern einen Fokus auf die Atemtechnik legt.
Der «Iceman»
Wim Hof trägt den Übernahmen «Iceman» zurecht. Der Holländer hält mehrere Weltrekorde im Ertragen von Kälte. Unter anderem hat er eine Stunde und 52 Minuten bis zum Hals in Eiswasser ausgehalten. Den Gipfel des Kilimandscharos erklomm er einst lediglich mit Shorts und Schuhen bekleidet. Die Expedition auf den Mount Everest, ebenfalls nur mit Shorts und Schuhen ausgerüstet, scheiterte wegen einer Fussverletzung erst rund 1000 Meter unter dem Gipfel. Ebenso lief er nördlich des Polarkreises in Finnland innerhalb von fünf Stunden und 25 Minuten einen Marathon. Hierbei trug er trotz Temperaturen von knapp minus 20 Grad Celsius standesgemäss nur Sandalen und Shorts.