Putin: Westen tut nichts gegen Kiews Attacke auf Flugverkehr
Kremlchef Wladimir Putin hat die vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj angedrohte Blockade des russischen Luftraums als Terrorismus bezeichnet.
Putin kritisierte auf dem Östlichen Wirtschaftsforum in Wladiwostok, dass es im Westen bisher keine Reaktionen darauf gegeben habe. Die westlichen Verbündeten «werden auf diese Weise zu Mitteilnehmenden am internationalen Terrorismus», sagte Putin. Zudem würden dadurch mögliche Verhandlungen über ein Ende des Krieges erschwert.
Der russische Präsident kritisierte einmal mehr Angriffe der Ukraine auf Fracht- und Handelsschiffe sowie die Beschlagnahme von Schiffen durch westliche Staaten auf den Weltmeeren.
Die EU hat Öltanker der so bezeichneten Schattenflotte mit Sanktionen belegt und geht gegen diese vor. Russland nennt das Piraterie und hat angekündigt, seine Schiffe unter Einsatz der Kriegsmarine zu schützen.
Ukrainische Drohnenschwärme im russischen Luftraum
Putin selbst führt seit mehr als viereinhalb Jahren einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. In dem Nachbarland ist der Luftraum bereits seit Beginn der Kämpfe gesperrt. Selenskyj hat diese Woche internationale Fluggesellschaften aufgerufen, nicht mehr nach Russland zu fliegen, weil der Luftraum wegen der Drohnen nicht sicher sei. Davor hatte er auch angekündigt, pro Tag 1.000 statt bisher 300 Drohnen für Attacken auf Russland einzusetzen.
Dagegen betonen russische Behörden, dass gegen die Drohnenattacken Gegenmassnahmen ergriffen werden. Wegen Drohnenalarms werden immer wieder Flughäfen geschlossen. Auch die Airports der russischen Hauptstadt müssen fast täglich Starts und Landungen zeitweise einstellen.