Pogacar überlegener Gesamtsieger der 89. Tour de Suisse
Tadej Pogacar ist das Mass aller Dinge. Der Slowene gewinnt in Villars-sur-Ollon auch die Schlussetappe der 89. Tour de Suisse und die fünftägige Rundfahrt mit mehr als sechs Minuten Vorsprung.
Pogacar verabschiedete sich in der 5. Etappe, die über 150,7 km durch die Waadtländer Alpen führte, rund 9 km vor dem Ziel in Villars-sur-Ollon von seinen direkten Konkurrenten. Im Schlussanstieg machte er dabei auf die Ausreissergruppe um den Schweizer Meister Mauro Schmid knapp eineinhalb Minuten gut.
Als letzten Fahrer überholte der slowenische Seriensieger, der nach eigener Aussage «schlicht alles gab», auf dem letzten Kilometer Lenny Martinez. Der Franzose wurde mit sieben Sekunden Rückstand Etappen-Zweiter, Schmid folgte dreieinhalb Minuten zurück auf dem 15. Platz. Im Gesamtklassement war Marc Hirschi, einer von nur vier Schweizer Fahrern an dieser Rundfahrt, als 18. mit fast 17 Minuten Rückstand der am besten klassierte Einheimische.
16 Renntage, elf Siege
Pogacar folgt in der Siegerliste auf den Portugiesen João Almeida (2025) und den Briten Adam Yates (2024) und macht damit den dritten Tour-de-Suisse-Gesamtsieg in Folge für das vom Tessiner Mauro Gianetti geführte UAE Team Emirates perfekt.
Pogacar hat heuer erst 16 Renntage bestritten, zehn davon auf Schweizer Strassen. Elfmal überquerte er in diesem Jahr die Ziellinie als Erster. Die Hitze während der Tour de Suisse bezeichnete er als «guten Test» für Tour de France, die in zwei Wochen in Barcelona beginnt. «Dannzumal wird es sicherlich auch sehr heiss. Gut, dass wir das nun etwas testen konnten.»
Auf die Frage, ob er mit Blick auf die Grande Boucle besser in Form sei als in den Vorjahren, antwortete Pogacar: «Gemessen an den Trainingswerten ja.» Entscheidend sei jedoch, so der bereits vierfache Triumphator der Frankreich-Rundfahrt, was im Rennen zähle.
«Endlich zu Urska nach Hause»