Pierce Brosnan kehrt als aristokratischer Gangsterboss zurück
Pierce Brosnan zeigt in der Serie «Mobland» eine kaum bekannte Seite von sich. Warum ihm die Rolle des Conrad Harrigan besonders am Herzen liegt und was Helen Mirren für die 2. Staffel verspricht.
Als Privatdetektiv Remington Steele war Pierce Brosnan in den 80er-Jahren einem breiten Fernsehpublikum bekannt. Als James Bond wurde er in den 90ern zum Weltstar. Doch in dem jähzornigen, alternden Gangsterboss Conrad Harrigan aus «Mobland» hat der 73-Jährige womöglich seine Paraderolle gefunden. Jetzt gibt es beim Streamingdienst Paramount+ neue Folgen der hochkarätig besetzten Serie (Start 18.9.), an der auch Starregisseur Guy Ritchie mitwirkt.
Brosnan wollte «wieder Schauspieler sein»
Er habe «endlich wieder ein Schauspieler» sein wollen, so Brosnan im Interview der deutschen Nachrichtenagentur DPA. Seine Karriere begann einst am Theater. Dann wurde er TV- und Filmstar. «Ich habe dieses bestimmte Aussehen und diesen Stil entwickelt, und irgendwie wurde ich davon ein Stück weit vereinnahmt», sagt der gebürtige Ire. «Aber es hat die Miete bezahlt. Ich konnte für meine Familie sorgen.»
Was Brosnan meint: Obwohl er viele verschiedene Rollen spielte, wurde er meist als der gut aussehende Gentleman wahrgenommen. Mit Conrad Harrigan spielt er eine komplexere Figur und zeigt eine dunkle Seite. Der Patriarch ist unberechenbar, rücksichtslos, manchmal abscheulich und dennoch charismatisch. Brosnan ist genial in der Rolle: Ihm gelingt der schmale Grat zwischen amüsant und bedrohlich. Conrad ist ein Mann, dem man gerne zuschaut, den man aber keinesfalls zum Feind haben möchte.
(Alb-)Traumpaar Mirren und Brosnan