Bündner sass im Flugzeug, das den Start abbrechen musste: «Leute schrien auf und Handys flogen durch die Luft»
Das Flugzeug war startklar und der Pilot bereit, den Airbus A320 von Zürich Kloten nach Faro, Portugal, zu fliegen. «Wir sind auf die Startbahn gerollt. Alles war ganz normal», erzählt der Bündner Roman M., der sich mit seiner Partnerin auf dem Weg in seine Ferien befand. Die Maschine startete und das Flugzeug rollte immer schneller und schneller. «Plötzlich gab es einen heftigen Ruck nach rechts und dann nach links», erzählt Roman M. «Ich habe mich total erschrocken.»
«Es könnte ein Feuer ausbrechen»
«Einige Passagiere schrien auf und Handy flogen durch die Luft. Es wurde richtig hektisch», so der Passagier. Der Pilot musste eine Vollbremse einleiten und brach den Start bei etwa 140 Knoten (260 Stundenkilometer) ab. Dann stand das Flugzeug auf dem Startfeld still. Still war es auch im Flugzeug. «Der Pilot meldete sich kurz darauf über Funk und teilte mit, dass ein Teil des Flugzeugs nicht mehr kontrollierbar gewesen sei und er darum den Start sofort abbrechen musste», erinnert sich Roman.
«Seine Stimme war sehr ruhig und beruhigte uns.» Ein geplatzter Pneu war die Ursache für den abrupt beendeten Start. Und während das Flugzeug langsam von der Startbahn wegrollte, seien ihnen Polizei- und Feuerwehrautos gefolgt. «Der Pilot erklärte, dass die Pneus bei solch einer ruckartigen Vollbremse durch die Reibung auf dem Asphalt sehr heiss werden und Feuer ausbrechen könnte», erzählt der Passagier aus Graubünden. Darum standen die Feuerwehrleute bereit, um bei einem möglichen Brand sofort reagieren zu können.