«Open House» macht Architektur in St. Gallen zugänglich
«Hey, die Wohnungen sind ja mega cool»
Architektur ist überall – doch viele Gebäude bleiben der Öffentlichkeit verborgen. Beim ersten «Open House» in St. Gallen können Interessierte am Samstag besondere Gebäude von innen entdecken: von bekannten Bauten bis zu privaten Häusern, die sonst kaum öffentlich zugänglich sind. Das OK will damit zeigen, wie vielfältig und überraschend Architektur in der Stadt ist.
Ins Theater St. Gallen kommt man auch so einmal. Was aber, wenn es für einmal dort nicht um die Aufführungen gehen würde, sondern interessierte Personen einen Blick hinter die Kulissen werfen könnten?
Am Samstag, 5. September, findet zum ersten Mal in St. Gallen das «Open House» statt. «Alle sind eingeladen, hinter die Fassaden von bemerkenswerten Bauten zu schauen», heisst es auf der Webseite dazu. Der Anlass biete eine Plattform für gelungene und gefeierte Architektur, «längst in Vergessenheit geratene Schmuckstücke» oder unscheinbare Fassaden mit überraschenden Räumen dahinter.
«In der Ostschweiz ist man etwas bescheiden»
Lisa Hangartner und Valeria Städler geben an einem lauen Sommerabend stellvertretend für das Organisationskomitee Auskunft zum Projekt. Die zwei Frauen, 28 und 27 Jahre alt, wohnen in St. Gallen und arbeiten als Architektinnen. Mit dem Anlass wolle der Verein Open House St. Gallen mit anderen Orten in der Schweiz – etwa Zürich – gleichziehen, sagen sie. Dort seien bereits etliche dieser Besuchstage durchgeführt worden, und zwar mit grossem Erfolg. «In St. Gallen gibt es viel gute Architektur», so Lisa Hangartner, «nur ist man in der Ostschweiz etwas bescheiden. Wir wollten die Architektur hier sichtbar machen. Schlussendlich veranstalten wir ‹Open House› für die breite Bevölkerung.»