«Olympia war wieder ein cooles Erlebnis»
DZ: Rafael Kreienbühl, wie sind Sie mit der abgelaufenen Saison zufrieden?
Rafael Kreienbühl: Ich bin mit dem Erreichten grundsätzlich zufrieden. Der Einstieg in die Saison war schwierig, da ich unmittelbar vorher verletzt war. Erst im Januar war ich wieder einsatzfähig und hatte drei Weltcup-Wettkämpfe lang Zeit, um mich für die Olympischen Winterspiele zu qualifizieren. Dafür war eine Klassierung unter den besten 15 nötig. Diese Vorgabe konnte ich dann gleich dreifach erfüllen: In Kanada erreichte ich die Ränge zehn und elf, und in Amerika wurde ich 15. Damit hatte ich die Qualifikation für Peking geschafft. Den Olympiafinal in der Halfpipe habe ich dann leider um drei Plätze verpasst und wurde 15. Den gleichen Rang habe ich auch in der Endabrechnung des Weltcups in dieser Saison inne, was dazu beiträgt, dass ich meinen Platz im Schweizer A-Kader behalten kann.
Womit waren Sie besonders zufrieden?
Ich bin vor allem glücklich, trotz meiner Verletzung unmittelbar vor Saisonbeginn sehr konstant gefahren zu sein. Und ich freue mich, an der diesjährigen Schweizer Meisterschaft Gold geholt zu haben. Meilenstein in meiner bisherigen Karriere waren aber auch der Gewinn der Goldmedaille an der Junioren-Weltmeisterschaft 2017 sowie der sechste Platz an der WM in Aspen (USA).
Inwiefern konnten Sie im letzten Winter Fortschritte erzielen?
Wie gesagt war meine Konstanz der grösste Fortschritt. Das Sommertraining verlief gut: Normalerweise ist es so, dass ich von Frühling bis Herbst neue Tricks einübe und ihnen in den Schneetrainings noch den letzten Schliff gebe. Während der Saison geht es darum, abzuliefern. Das hat bis zu einem Trainingslager im Herbst auch gut geklappt, doch dann hatte ich einen Trainingssturz und brach mir das Handgelenk. Nun perfektioniere ich die Tricks halt für die nächste Saison.