Okafor will unter Yakin nicht mehr für die Schweiz spielen
Noah Okafor wird bis auf Weiteres nicht mehr für die Schweizer Nationalmannschaft auflaufen. Das gab der 26-jährige Stürmer in einem ausführlichen Statement auf seinen Social-Media-Kanälen bekannt.
Okafor war an der Weltmeisterschaft im Sommer nur zu einem Kurzeinsatz gekommen. Im Sechzehntelfinal gegen Algerien wurde der Stürmer von Leeds United für die letzten 13 Minuten eingewechselt. Es war sein 26. und vorerst letztes Länderspiel für die Schweiz.
Bereits zuvor hatte seine geringe Berücksichtigung für Gesprächsstoff gesorgt. Bei der EM vor zwei Jahren war Okafor gar nicht zum Einsatz gekommen. Okafor betont nun jedoch ausdrücklich, dass sein Rücktritt nichts mit seinen Einsatzzeiten zu tun habe.
Vertrauensbruch als Grund
Als Grund nennt er vielmehr ein beschädigtes Vertrauensverhältnis sowie mehrere Vorfälle während der WM in Nordamerika, die ihn tief getroffen hätten. «Ich habe für mich entschieden, dass ich unter dem aktuellen Trainer nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen möchte», schreibt Okafor.
Dabei blickt der 26-Jährige auch auf seine Beziehung zu Nationaltrainer Murat Yakin zurück. Ein Jahr nach der EM sei Yakin gemeinsam mit Mitgliedern des Trainerstabs extra zu ihm nach England gereist, um ein klärendes Gespräch zu führen. Dieses sei «sehr wertschätzend und gut» gewesen. Missverständnisse seien ausgeräumt worden, Okafor habe Yakin dafür gedankt.
Nicht eingehaltene Zusagen
Mit einem guten Gefühl und voller Motivation sei er deshalb zur WM gereist, um alles für die Mannschaft und die Schweiz zu geben. Umso enttäuschender sei für ihn gewesen, was er während des Turniers erlebt habe. Nicht wegen seiner wenigen Einsatzminuten, wie er betont, sondern «wegen der Art und Weise, wie mit mir umgegangen wurde».