OK-Chef Tuffli: «Sind uns der Riesenverantwortung bewusst»
Andrea Tuffli, der Wettkampfsport steht wegen der Coronapandemie seit März weitgehend still. Was hat Sie bewogen, den Swissalpine am letzten Juli-Wochenende dennoch auch in diesem Jahr zu lancieren?
Andrea Tuffli: Bis im Juni herrschte auch bei uns im OK Ungewissheit. Wir entschlossen uns dann aber, den Swissalpine im Rahmen der unter Corona bedingten Möglichkeiten durchzuführen. Entscheidend war, dass wir den K68, die neue Königsdisziplin des Swissalpine, in diesem Jahr lancieren wollen. Mit sehr vielen Top-Athleten können wir das nun gar optimal tun. Wir sind uns bewusst, dass wir mit der Durchführung eine Riesenverantwortung nicht nur gegenüber den Teilnehmern, sondern auch gegenüber der Destination Davos Klosters und dem Kanton Graubünden tragen. Wir unternehmen alles, damit wir den Swissalpine unter den Coronabedingungen sicher bewältigen werden.
Wie waren die Reaktionen der Läuferinnen und Läufer auf die Ausschreibung?
Die Mehrheit begrüsst die Durchführung sehr. Sie wollen einfach wieder einmal wettkampfmässig laufen und sich messen, nachdem sie nun monatelang nur trainieren konnten. Der Swissalpine wird für die Teilnehmer, auch für die Spitzenathleten, eine erste Standortbestimmung und überhaupt eine rare Startgelegenheit. Sonst findet ja am Berg in diesem Jahr kaum eine grössere Veranstaltung statt.
Wie viele Athleten werden am Anlass teilnehmen?
Wir haben zurzeit rund 1600 Anmeldungen (rund eine Woche vor dem Anlass, Anm. d. Red.). Ich erwarte, dass in diesem Jahr in den vier Rennen insgesamt zwischen 1800 und 2000 Läuferinnen und Läufer antreten werden.
Sie haben das Programm wegen der Coronasituation auf vier verschiedene Rennen und erst noch verteilt auf zwei Tage reduziert. Welche Einschränkungen müssen die Swissalpine-Starter sonst noch in Kauf nehmen?
Beim Eintritt in den Start-/Zielbereich muss am Morgen jeder Teilnehmer eine Schutzmaske tragen und zwar so lange, bis er nach dem Start das Stadion verlässt. Wir bieten heuer keine Garderoben und keine Duschmöglichkeiten an. Unterwegs hat es etwas weniger Verpflegungsposten.