Die Flugshow Zigairmeet in Mollis hat immer noch keine Bewilligung
Nur neun Tage vor der Flugshow Zigairmeet beim Flugplatz in Mollis haben die Organisatoren von der Gemeinde Glarus Nord noch keine Bewilligung für den Grossanlass erhalten. «Es fehlen noch immer gewisse Unterlagen, die für eine Bewilligung notwendig sind. Diese müssen durch das OK eingereicht werden», wird Gemeindepräsident Thomas Kistler in einem Blick-Artikel zitiert.
Er wolle jedoch nicht präzisieren, um welche Unterlagen es genau geht. «Dem Vernehmen nach würden noch Sicherheitsdokumente fehlen, auch das Parkkonzept sei unzureichend», wird im Artikel gemutmasst. Die aviatischen Konzepte seien rechtzeitig beim Bundesamt für Zivilluftfahrt eingereicht und bewilligt worden, zitiert «Blick» einen Sprecher des Bundesamts.
«Wir haben in drei Punkten nachgebessert»
«Es fehlt noch eine Bewilligung: die Schlussbewilligung der Gemeinde», erklärte Franz Alberti, Präsident des Organisationskomitees, am Mittwoch gegenüber TV Südostschweiz, «darüber wird in der Gemeinderatssitzung vom Mittwochabend entschieden.» Das OK habe «bei drei Sachen» nachbessern müssen und habe die Ergänzungen am Dienstag eingereicht, so Alberti. Welche drei Punkte genau, wollte er aber nicht sagen. Daraufhin habe er am Mittwoch ein Mail der Gemeinde erhalten, das den Entscheid auf Mittwochabend ankündige.
«Die grösste Herausforderung war das Parkierungskonzept», präzisierte Alberti auf Nachfrage. Das OK habe Parkplätze im Riet bei der Biäsche angedacht, diese seien aber wegen des Bodenschutzkonzeptes nicht infrage gekommen. Und wo dieses eingehalten worden wäre, sei man zu nahe am Autobahnanschluss, «damit hätten wir keinen Stau-Raum gehabt» für die Anreisenden. Beide Plätze hätten einen Shuttle-Betrieb nötig gemacht. «So mussten wir am Schluss doch im Tschachen planen», so Alberti. Heisst südlich der Netstal Maschinen und gut einen Kilometer vom Zigairmeet-Gelände. Dass man nicht von Anfang hier plante, hat wohl mit der Verkehrssituation im Raum Näfels-Mollis zu tun. Es besteht Staugefahr, auch wenn der Tschachen vom Autobahnzubringer via Stichstrasse direkt erreichbar ist.
Durch die Nachbesserungen sei das Ganze etwas verzögert worden, so Alberti. «Aber ich gehe davon aus, dass wir am Mittwochabend die Bewilligung erhalten.» Die Antwort auf eine Anfrage der «Glarner Nachrichten» bei der Gemeinde Glarus Nord fiel am Mittwochmittag knapp aus. Gemeindepräsident Thomas Kistler erklärte: «Die Gemeinde stand und steht in den vergangenen Wochen und Monaten in engem Austausch mit dem OK des Zigairmeet, damit die notwendigen Bewilligungen eingereicht werden. Der Gemeinderat befindet dieser Tage über das weitere Vorgehen.»
Wie der Gemeinderat entschieden hat, war bis Redaktionsschluss am Mittwoch um 18 Uhr noch nicht bekannt.
Stau ist keine Ausnahme
Bei seiner letzten Durchführung 2019 fiel das Zigermeet nicht nur wegen des Lärms negativ auf. An beiden Tagen verursachte der Grossanlass auf den Zufahrtsstrassen ein Verkehrschaos. Der OK-Präsident Franz Alberti sagte danach, dass Staus kaum zu verhindern seien.
Dass die Zufahrt an Grossanlässen auf dem Flugplatz schwierig ist, hat auch das Porschefestival Mitte Juni gezeigt, zu dem mehr als 8000 Menschen kamen. Gäste hätten sich beim Anlass beschwert, dass sie eine Stunde im Stau gestanden seien. Zum Vergleich: Am Zigairmeet werden laut OK-Sprecher Walter Hodel rund 35'000 Besuchende erwartet.