Porsche-Festival in Mollis: Das Verkehrskonzept hat versagt
Am Samstag haben sich tausende Porschefans am dritten Porsche-Festival auf dem Flugplatz Mollis getroffen. «Wir wurden ziemlich überrannt, da viele Gäste zeitgleich anreisten», sagt Inga Konen, Pressesprecherin der Porsche Schweiz AG. Die vielen Gäste lösten in Glarus Nord ein Verkehrschaos aus. Offenbar zum ersten Mal: Auf Anfrage sagt Daniel Menzi, Mediensprecher der Kantonspolizei Glarus: «In früheren Jahren kam es beim Porschefestival nicht zu einem derart hohen Verkehrsaufkommen und entsprechenden Staus.»
Das erste Porschefestival hat 2016 stattgefunden, das zweite 2018. Inga Konen vermutet, dass aufgrund des Corona-bedingten Ausfalles 2020 und des guten Wetters deutlich mehr Besucherinnen und Besucher kamen. Sie sagt, mehr als 8000 Gäste seien da gewesen davon waren 1500 angemeldete Porschefahrer. Diese Plätze waren schon Mitte Mai ausgebucht. Die 8000 Gäste sind deutlich mehr als in den Vorjahren: «Die Zahl hat sich verdoppelt. Mit so einem Ansturm haben wir nicht gerechnet.» Die Veranstalter haben für die Gäste denn auch nur 1300 Parkplätze vorgesehen.
Niemand räumt Fehler ein
Obwohl das Verkehrskonzept auf etwas über 2000 Fahrzeuge ausgelegt wurde, findet Pressesprecherin Inga Konen nicht, dass das es schlecht war. Sie sagt: «Gescheitert ist das Verkehrskonzept nicht, es kam lediglich zeitweise an seine Grenzen durch den grossen Ansturm.» Wie die Gemeinde Glarus Nord schreibt, hat die Zürcher Eventfirma Brandsoul das Verkehrskonzept konzipiert. Auf Fragen der «Glarner Nachrichten» reagierte das Unternehmen am Montag aber nicht.
Inga Konen sagt, vom Verkehrskollaps habe sie erfahren, als sich die Gäste beklagt hätten, sie seien eine Stunde im Stau gestanden. «Wir standen bereits im Austausch mit der Kantonspolizei Glarus, welche den Verkehr regelte. Einen Einfluss darauf hatten wir ab diesen Zeitpunkt jedoch nicht.» Der Stau führte dazu, dass die Autos sich auch im Dorf verteilten, wie eine Leserbriefschreiberin beobachtete: «Die ganz Schlauen suchen in allen Quartieren und Sackgassen nach Schleichwegen, um schneller zum Festivalgelände zu gelangen.»