Noch mehr Freizeitleben im Thusner Badi-Wäldchen
Einen Vita Parcours und eine Finnenbahn gibt es bereits im Waldstück östlich der Thusner Badi. Doch dabei soll es nicht bleiben: Eine Gruppe von Initianten um den Verein Bike-Viamala und die Viamala Sportwerkstatt möchte auf dem Areal ein Übungsgelände für Mountainbikes und Velos realisieren. Zur Anlage sollen ein Trainingsplatz und ein Trail gehören, wie in der Botschaft zur Gemeindeversammlung von Thusis vom Mittwoch nachzulesen ist. Ebenfalls vorgesehen ist laut dem zuständigen Thusner Gemeinderat Thomas Rüegg ein Eingangsgebäude für Material, zudem soll der bestehende Grillplatz erneuert werden. Das Areal solle damit zu einer Art Zentrum für die sportliche Freizeitgestaltung werden.
Eine Sportzone im Wald
Das grob auf rund 200 000 Franken geschätzte Vorhaben ist gemäss Rüegg schon so weit fortgeschritten, dass die Vorbereitungen für das Baugesuch an die Hand genommen werden können. Es wird ein Verfahren für Bauten ausserhalb der Bauzone nötig sein. Aber um das Grundstück im Wald optimal für Natur- und Freizeitbeschäftigungen nutzen zu können, ist auch noch eine Teilrevision der Ortsplanung angesagt. Weder der Vita Parcours noch die Finnenbahn wurden bislang planungsrechtlich festgelegt; sie wurden einfach geduldet, wie Rüegg es formuliert. In Zukunft soll die Nutzung dank einer neuen Zone für Sport und Freizeit geregelt sein. «Es bleibt ein Wald, aber überlagert von dieser Zone», erläutert Gemeindeammann Curdin Capaul.
Baustart bestenfalls im Herbst
Von der Gemeindeversammlung wurde die Teilrevision am Mittwoch genehmigt, am Sonntag, 31. März, kommt sie dann noch vor die Urne. Das anschliessende weitere Verfahren sei relativ komplex, sodass man bestenfalls diesen Herbst, eher aber im kommenden Jahr mit einem Baustart für das Bike-Übungsgelände rechnen könne, vermutet Capaul. Finanziert wird das Projekt gemäss Rüegg mit Beiträgen der Gemeinde, von Institutionen und Vereinen, durch Crowdfunding sowie über Eigenleistungen.
Zur Verfügung stehen soll das Bike-Übungsgelände allen. «Es wird eine öffentliche Anlage sein», betont Rüegg. «Klubs oder Vereine werden sie aber auch mieten können.»