Abriss der ehemaligen Grossmetzgerei in Bilten – bald bekommt der A-Rex zu fressen
Bei der ehemaligen Grossmetzgerei Kunz im Industriegebiet von Bilten kündet schon seit dem Mai ein Riesenbagger von etwas Aussergewöhnlichem. Jetzt ist das dazugehörende Baugesuch publiziert worden: Der Glarner Chocolatier Läderach baut ein neues Produktionsgebäude, und der Bagger kommt beim Abriss der Grossmetzgerei zum Einsatz.
Die neue Schokoladenfabrik wird mehr Fläche einnehmen als die Grossmetzgerei, aber in der Hauptsache weniger hoch sein. Der Neubau misst gemäss den Unterlagen der Baupublikation entlang der Strasse rund 145 Meter, und er ist rund 63 Meter breit. Seine Fläche ist damit etwas weniger als doppelt so gross wie diejenige des Altbaus. Der Neubau wird denn auch nicht nur den Platz des Altbaus, sondern auch den heutigen Abstellplatz zwischen dem Altbau und dem Gehölz am Ostende der Parzelle am Rütibach einnehmen.
Das neue Gebäude wird aber in der Hauptsache nur eingeschossig gebaut und es wird gut 6 Meter hoch. Ein Aufbau für die Technik wird zweigeschossig, und an der Nordostecke gegen den Bach entsteht ein Hochregallager mit einer Höhe von gut 20 Metern. Dieses Hochregallager wird eine Fläche von rund 35 auf 16 Metern einnehmen. Laut dem Baubeschrieb soll es möglich sein, das ganze Gebäude auf zwei Geschosse aufzustocken und das Hochregallager in der Fläche zu verdoppeln. Die ehemalige Grossmetzgerei umfasst mit Aufbauten acht Geschosse, sie ist also 20 und mehr Meter hoch.
Die Nachfrage steigt
Läderach hat kürzlich schon seinen Hauptsitz in Ennenda ausgebaut. Wegen der steigenden Nachfrage kämen die Produktionskapazitäten aber bereits wieder an ihre Grenzen, hiess es in einem Informationsschreiben, das im Oktober des vergangenen Jahres an die Mitarbeitenden ging. Das Geschäft laufe «zum Teil besser als erwartet». Heute und bis zum Ablauf der Einsprachefrist will sich das Unternehmen nicht zum Projekt äussern.
In Bilten betreibt Läderach schon einen weiteren Standort an der Grabenstrasse, gut 800 Meter nördlich von der geplanten neuen Fabrik. Das neue Grundstück an der Linth-Escher-Strasse hat die Firma von der Hof Oberkirch AG gekauft. Diese ist ein Ableger der Evangelischen Gemeinde Hof Oberkirch, einer Freikirche, zu der die Familie Läderach enge Beziehungen pflegte.