Neue Beratungsstelle für erwachsene Betroffene von digitaler Gewalt
Eine neue Beratungsstelle für Betroffene von digitaler Gewalt in der Deutschschweiz soll Ende Oktober online gehen. Mit «hatehelp» wird gemäss Initianten eine spezifische Anlaufstelle gegen Hass im Netz geschaffen.
Die Beratungsstelle «hatehelp» startet voraussichtlich am 27. Oktober wie Jeremias Schulthess, Geschäftsführer vom zuständigen Verein Fairmedia, Keystone-SDA auf Anfrage schrieb. «Mit hatehelp wollen wir eine spezialisierte Beratungsstelle schaffen, die erwachsenen Betroffenen digitaler Gewalt rasch Orientierung und Unterstützung bietet.»
Die Plattform ist angegliedert an Fairmedia, der bisher vor allem Beratungen für Betroffene von unfairer Medienberichterstattung angeboten hat. Anfangs würden vier Personen auf der Geschäftsstelle für «hatehelp» zuständig sein. Drei davon für Beratungen. Das Team werde spezifisch zu digitaler Gewalt weitergebildet.
Kostenlose Erstberatung
Betroffene können sich via Kontaktformular über die Website oder per Telefon bei der Stelle melden. In einem ersten Gespräch werde zunächst geklärt, was genau passiert ist und welche Hilfe die betroffene Person benötige. «Je nach Situation helfen wir beispielsweise bei der Beweissicherung und beim Schutz von Accounts, nehmen eine erste Risikoabschätzung vor, geben rechtliche Orientierung und bieten eine emotionale Stabilisierung», so Schulthess. Die Erstberatung könne kostenlos in Anspruch genommen werden, während weiterführende Beratungsleistungen kostenpflichtig sein werden.
Der Aufbau der Plattform wird durch Förderbeiträge verschiedener Stiftungen, darunter die Albert Koechlin Stiftung, Ernst Göhner Stiftung und die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft (SGG) sowie den Swisslos-Fonds, finanziert. Parallel soll eine langfristige Finanzierung etabliert werden.
Nicht alle Gruppen gleich stark von Hass betroffen