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Schweiz & Welt

Bündner Stimmvolk steht hinter dem neuen Fachhochschulzentrum

Südostschweiz
12.03.2023, 16:50 Uhr
12.05.2026, 16:56 Uhr

Die Bündnerinnen und Bündner haben am heutigen Abstimmungssonntag über einen Nettokredit von 151 Millionen Franken für ein neues Fachhochschulzentrum entschieden. Mit rund 83 Prozent sagten sie Ja zur Vorlage. Damit kann das Projekt umgesetzt werden. Die Stimmbeteiligung lag bei 26,3 Prozent.

Die Gesamtkosten sind mit 178 Millionen Franken veranschlagt. Der Bund beteiligt sich voraussichtlich mit 27 Millionen Franken an den Aufwänden.

Alles an zwei Standorten

Der Hochschulbetrieb der Fachhochschule in Chur ist heute auf fünf Standorte in neun Gebäuden verteilt. Das soll sich mit dem neuen Fachhochschulzentrum ändern. Auch, weil sich die Studierendenzahlen innerhalb von zehn Jahren fast verdoppelt haben. Gemäss Abstimmungsbotschaft waren im Jahr 2010 insgesamt 1099 Studierende für Bachelor- und Masterstudiengänge eingeschrieben, im Jahr 2021 bereits deren 1972. Künftig soll der Schulbetrieb an einem Standort an der Pulvermühlestrasse zusammengeführt werden. Einzig der Standort der Fachhochschule Graubünden (FHGR) an der Sommeraustrasse bleibt ebenfalls bestehen.

151  Millionen für die Jungen

Das ist geplant

Der Neubau wird durch die Planergemeinschaft Giuliani Hönger Architekten aus Zürich umgesetzt. Es handelt sich um ein Projekt mit viel Holzanteil. Das Bauholz soll gemäss Botschaft mehrheitlich aus heimischen Wäldern bezogen werden. Das neue Hochschulzentrum weist eine Geschossfläche von 40'300 Quadratmetern auf. Drei Viertel davon entfallen auf den Neubau, ein Viertel auf das bereits bestehende Gebäude. Hier soll gemäss Abstimmungsbotschaft auch eine Kindertagesstätte entstehen. Das Projekt soll mehr Energie erzeugen als verbraucht wird. Dazu beitragen soll eine grossflächige Fotovoltaikanlage im Fassaden- und Dachbereich. Unterirdisch sind 150 Parkplätze geplant.

Die Bauarbeiten sollen im Herbst 2024 starten. Der Neubau wird voraussichtlich Ende 2027 in Betrieb genommen, Ende 2029 dann auch das instandgesetzte heutige Hauptgebäude. Die Sanierung wird separat zwei Jahre vor Abschluss der Bauarbeiten am Neubau noch ein Thema sein. (kup/red)

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