Naturfreundehaus Fronalp: Wieder wechselt der Wirt
Den Fronalpstock im Rücken, das Klöntal zu Füssen. Erhabener als vom Naturfreundehaus Fronalp zeigt sich der Blick auf die Glarner Bergwelt nur an wenigen Orten.
Nicht immer erhaben geht es im Haus der Naturfreunde zu und her. Dort wechseln die Pächter auffallend oft. Wieder heisst es auf der Internetseite des Naturfreundehauses verräterisch: «Gültige Gutscheine bitte bis Ende Mai 2019 einlösen.» Wieder schmeisst ein Pächterpaar den Bettel hin, nach kaum zwei Jahren. Ihre Vorgänger blieben nur unwesentlich länger. Diesmal sind es Cindy und Dario Tanguenza-Widmer. Allerdings sagen sie dazu nichts. Nur so viel: «Wir gehen in eine Bergbeiz ins Bündnerland.»
Auf der Alp Fronalp pfeifen es freilich die Alpendohlen von den Dächern: Den Pächtern sei zu viel dreingeredet worden.
«Da darf man auch was sagen»
Eine Aussage, die Hans-Ruedi Kubli, Präsident der Genossenschaft Fronalp, «so nicht unterstützen» kann. Das Prächterpaar habe einfach das Angebot einer neuen Herausforderung angenommen.
Im Übrigen zeichne die Genossenschaft seit 13 Jahren für das Naturfreundehaus verantwortlich. «In dieser Zeit gab es gerade mal drei Pächter.» Was in etwa dem Durchschnitt der vergangenen 30 Jahre entspricht. Da zählt das Naturfreundehaus total acht verschiedene Gastgeber.
Schliesslich wollen auch die gut 100 Sponsoren respektiert werden.»
Kubli betont, dass die Genossenschaft viel Fronarbeit und einige Hunderttausend Franken ins Haus gesteckt habe. «Da darf man doch auch mal was dazu sagen. Im Übrigen machen wir das Ganze nicht für uns, sondern für unsere Gäste.»