Näfels überzeugt nur in der Mitte des Derbys
von Kai Aebli
Nach der zweiten Corona-Quarantäne der Joner war es schwierig, abzuschätzen, was die Partie bringen wird. Näfels konnte zuletzt in Cup und Meisterschaft gegen Lausanne nicht mehr so überzeugen wie vor der Weihnachtspause. Das Ziel der Näfelser war es deshalb, wieder den richtigen Spielrhythmus zu finden, wie Coach Oskar Kaczmarczyk vor der Begegnung betonte.
Umsetzen sollte das bis auf eine Ausnahme – Napiorkowski begann anstelle von Martinez als Diagonalangreifer – die gewohnte Startformation.
Wirkungsvolle Wechsel
Jona liess sich die Zwangspause zu Beginn des Spiels nicht anmerken und agierte geschickt im Angriff und machte viel Druck am Service. Bei Näfels funktionierte das Zusammenspiel mit den Angreifern hingegen nicht wie gewünscht. So konnten die Joner schon früh in Führung gehen und mit einem 8:3-Polster ins erste technische Time-out. Näfels war in den Break-Momenten oft zu fehlerhaft und konnte den Rückstand so nicht mehr aufholen.
Im zweiten und dritten Durchgang war nicht mehr viel vom stark spielenden Jona des ersten Satzes zu sehen. Gygli und Martinez wurden für Kai Aebli und Napiorkowski eingewechselt. Gygli brachte die nötige Erfahrung und Ruhe auf das Feld und setzte den Venezolaner Martinez gekonnt ein. Der Diagonalangreifer war für Jona nicht zu stoppen und punktete bei 15 von 22 Bällen. Süess war währenddessen der emotionale Antrieb des Teams und so brachte Näfels die beiden Sätze mit 25:15 und 25:8 ins Trockene.
Das Derby war ein wahrhaftiges «Top-oder-Flop»-Spiel. So ging es auch im vierten Satz weiter. Näfels Annahme wurde erneut unter Druck gesetzt. Während die Joner die Bälle sehr genau zu Zuspieler Habr brachten, konnte Gygli kein schnelles Passspiel aufziehen. So hatten es die Gäste am Block sowie in der Defensive einfach und gewannen den Satz mit 25:14.