Nach langem Anrennen schiesst die Schweiz noch vier Tore
Das Schweizer Nationalteam reagiert auf den missglückten WM-Auftakt und besiegt Bosnien-Herzegowina 4:1. Mann des Spiels ist der eingewechselte Johan Manzambi.
Er steht knapp zwei Minuten auf dem Feld, und sofort herrscht eine andere Dynamik: Die Rede ist von Johan Manzambi, dem Jüngsten im Schweizer Kader. Gut 70 Minuten muss der Mittelfeldspieler des SC Freiburg warten, ehe er zum Einsatz kommt. Sofort verlangt er den Ball und leitet mit Ruben Vargas den Angriff über links ein. Eine Flanke, eine Kopfballabwehr – und dann weiss sich Manzambi in der Strafraummitte durchzusetzen. Nikola Vasilj ist mit den Fingerspitzen noch dran, doch der Ball landet im Netz. Die Erlösung.
Denn erneut, wie bereits im ersten Gruppenspiel, waren die Schweizer lange erfolglos angerannt. Der erlösende Treffer wollte und wollte nicht fallen. Und gerade, als das Momentum erneut die Seite zu wechseln schien, brachte Manzambi die Schweizer auf Kurs.
Und der Genfer lief danach so richtig warm. Sechs Minuten nach dem Führungstreffer lancierte er Breel Embolo, der nur noch per Notbremse gestoppt werden konnte. Tarik Muharemovic musste vom Feld, womit die Schweiz die Schlussphase in Überzahl bestreiten konnte. Ein entscheidender Vorteil, wie sich herausstellen sollte.
Viele Tore in der Schlussphase
Denn in der 84. Minute kamen die Schweizer erneut in den Strafraum. Embolo passte auf Ruben Vargas, der mit einem trockenen Abschluss für das 2:0 sorgte. Eingeleitet hatte den Angriff ... Johan Manzambi.
Das 3:0 schoss er dann wieder selbst. Dabei profitierte Manzambi auch davon, dass Bosnien-Herzegowina die Gegenwehr mittlerweile aufgegeben hatte.
Zwar gab es auch in diesem Spiel einen Gegentreffer in der Nachspielzeit. Dieser tat dank des Vorsprungs dieses Mal aber deutlich weniger weh.
Was fehlte der verrückten Partie noch? Richtig, ein Penalty. Zu diesem kam es tief in der Nachspielzeit. Captain Granit Xhaka trat an und sorgte für den Schlusspunkt.