Nach Flut: In China werden Deutsche vermisst – Neue Warnung
Nach jüngsten Informationen der Behörden in China und Nepal wurden als Folge der Naturkatastrophe bislang 750 Todesopfer registriert. Zuvor hatten die chinesischen Behörden in der Autonomen Region Tibet mitgeteilt, die Zahl der Toten sei von 7 auf 16 gestiegen. Die Zahl der Vermissten auf chinesischer Seite ging auf 546 zurück. Zusammen mit den mehr als 2.400 in Nepal noch gesuchten Flutopfern galten damit rund 3.000 Menschen weiter als vermisst – darunter Hunderte Ausländer.
Unklarheit über weitere Details
Ob es Dopplungen bei den Angaben der Behörden beider Seiten gibt, war zunächst unklar.
Unter anderem befand sich eine Reisegruppe mit einem nepalesischen Veranstalter am Unglückstag noch in Tibet, um den Grenzübergang Gyirong zurück nach Nepal zu überqueren, wie ein Reiseveranstalter auf Anfrage gesagt hatte.
Vermisste aus 23 Ländern
Die in Tibet vermissten Ausländer stammten aus insgesamt 23 Ländern, die meisten aus Nepal, wie die Behördenvertreter sagten. Weitere Vermisste kamen unter anderem aus den USA (18), Grossbritannien (15) und einzelne jeweils aus Deutschland, Frankreich, Spanien, Portugal und den Niederlanden.
Die Lage in der Krisenregion bleibt am vierten Tag nach dem Unglück angespannt. Am Morgen (Ortszeit) warnte der nepalesische Katastrophenschutz die Menschen in den Regionen Rasuwa, Nuwakot und Dhading vor einer möglichen Flut im Fluss Bhotekoshi. Die Menschen wurden aufgerufen, wachsam zu bleiben und sich nicht in der Nähe von Flüssen aufzuhalten.
Ein Augenzeuge berichtete, dass in der Region Battar im Bezirk Nuwakot viele Menschen die Berge hinaufliefen, um an sichere Orte zu gelangen. Die Geröll- und Schlammmassen am Mittwoch hatten sich auch durch den Bhotekoshi ihren Weg gebahnt und weitreichende Zerstörung angerichtet.