Nach Erdbeben in Elm: zwei Dutzend Nachbeben
Am 26. Mai bebte in Elm die Erde. Die Erschütterungen erreichten eine Magnitude von 3,1 auf der Richterskala und wurden, laut dem Erdbebendienst der ETH Zürich (SED), «in der Nähe des Epizentrums teilweise deutlich wahrgenommen». Dem Beben ging auch schon ein Vorbeben der Stärke 1,4 voraus.
In der Folge kam es zu insgesamt 24 Nachbeben: Die Hälfte dieser Beben erreichte eine Magnitude von unter 1. Sieben Beben registrierte der SED mit Stärken zwischen 1 bis 1,9. Fünf Erdstösse waren heftiger als Stärke 2.
Sieben Nachbeben an einem Tag
Besonders aktiv war die Erde am 27. Mai. Alleine an diesem Tag registrierte der SED sieben, zwei davon «leicht spürbare» Beben. Das eine erreichte eine Stärke von 2,8, das andere 2,9 auf der Richterskala. Doch der Schweizerische Erdbebendienst beruhigt. «Nachbeben sind nichts Aussergewöhnliches. Auch nicht in dieser Stärke und Häufigkeit», erklärt Florian Haslinger. Der Seismologe sieht den Ursprung der Beben in einem Geflecht aus Störungen, das aus früheren Zeiten stammt und sich jetzt reaktiviert hat.
Ähnliche Serie bereits 1987
Im Sommer 1987 habe man in der Region Elm Ähnliches beobachtet, sagt Haslinger. Damals registrierte der SED eine Serie von 34 Erdbeben, die über einen Monat dauerte. «Das stärkste Beben hatte damals eine Magnitude von 2,4.» Eine Relativlokalisierung der Erdbeben zueinander habe gezeigt, dass sie alle entlang einer fast senkrechten Störung auftraten, die Ost-West orientiert ist.
Die Kollision zwischen den Kontinentalplatten von Afrika und Europa gebe es halt immer noch, meint Haslinger. Der Seismologe rechnet allerdings nicht damit, dass die Berge dadurch jetzt grösser werden. Auch sieht Haslinger keinen Zusammenhang zwischen dem Erdbeben in Elm und demjenigen in Linthal 2017.