Musikfans treffen sich einmal mehr im St. Galler Sittertobel
Das Openair St. Gallen beginnt am Donnerstag. Auf verschiedenen Bühnen treten bis am Sonntag gegen hundert Künstlerinnen und Künstler sowie DJs auf. Erwartet werden bis zu 30'000 Musikfans.
Bratwurst, Olma, Openair. Das sind die drei Begriffe, die ausserhalb der Ostschweiz wohl am häufigsten mit St. Gallen verbunden werden. Meistens haben solche Klischees aber auch einen Grund: Seit 45 Jahren treffen sich im Sittertobel immer neue Generationen von Musikfans, teilweise aus der ganzen Schweiz und aus dem nahen Ausland. Bis zu 30'000 Besucherinnen und Besucher halten sich dort an den vier Festivaltagen auf.
Twenty One Pilots, Nina Chuba, Zara Larsson oder Scooter sind die Headliner, die die Veranstalter auf Plakaten oder auf ihrer Homepage herausstellen. Wie immer deckt das Line-up einen breiten Musikgeschmack ab. Dabei sind alte Bekannte wie Jan Delay, Bands wie Wet Leg, von denen man vielleicht nur einen Song («Chaise Longue») kennt oder solche, die gerade ein neues Album herausgebracht haben, wie All Them Witches. Dazu kommen Schweizer Acts der bekannteren Sorte wie Baschi oder Hecht oder solche aus der Region wie Panda Lux.
Man sei sehr zufrieden mit dem Vorverkauf, dessen Zahlen deutlich über denjenigen vom letzten Jahr liegen, heisst es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vom Openair.
Pionierrolle beim Start
Die Formel, möglichst viele Geschmäcker zu bedienen, gehört im Gegensatz etwa zum Hip-Hop-Openair Frauenfeld ebenso zur DNA des Festivals wie die Bilder der Schlammbäder, sollten sich – wie nicht selten – heftige Regenfälle einstellen.
Zu Beginn seiner Geschichte war das St. Galler Openair eine der wenigen Möglichkeiten in der Ostschweiz, Rock- oder Popkonzerte live zu erleben. Aus dem gleichen Hunger nach Konzerten entstand in den 80-er Jahren in der Stadt St. Gallen für einen allerdings etwas anderen Sound die Grabenhalle.
Diese frühe Phase haben die Veranstalter längst hinter sich gelassen. Seit langem organisieren sie einen Grossanlass. Die vielen Besucherinnen und Besucher bedingen effiziente Abläufe im Ticketverkauf, beim Einlass oder bei der Verpflegung. Auf dem Festivalgelände wurde das Bargeld abgeschafft.