Musikfans treffen sich einmal mehr im St. Galler Sittertobel
Das Openair St. Gallen startet am kommenden Donnerstag. Auf verschiedenen Bühnen treten bis am Sonntag gegen hundert Künstlerinnen und Künstler sowie DJs auf. Erwartet werden bis zu 30'000 Musikfans.
Bratwurst, Olma, Openair. Das sind die drei Begriffe, die ausserhalb der Ostschweiz wohl am meisten mit St. Gallen verbunden werden. Wie meistens haben solche Klischees einen Grund: Seit 45 Jahren treffen sich im Sittertobel immer neue Generationen von Musikfans, teilweise aus der ganzen Schweiz und aus dem nahen Ausland. Bis zu 30'000 Besucherinnen und Besucher halten sich dort an den vier Festivaltagen auf.
Twenty One Pilots, Nina Chuba, Zara Larsson oder Scooter sind die Headliner, die die Veranstalter auf Plakaten oder auf ihrer Homepage herausstellen. Wie immer deckt das Line-up einen breiten Musikgeschmack ab. Dabei sind alte Bekannte wie Jan Delay, Bands wie Wet Leg, von denen man vielleicht nur einen Song («Chaise Longue») kennt oder solche, die gerade ein neues Album herausgebracht haben, wie All Them Witches. Dazu kommen Schweizer Acts der bekannteren Sorte wie Baschi oder Hecht oder solche aus der Region wie Panda Lux.
Knapp eine Woche vor dem Start des Festivals gab es in verschiedenen Kategorien noch Tickets zu kaufen. Man sei sehr zufrieden mit dem Vorverkauf, dessen Zahlen deutlich über denjenigen vom letzten Jahr liegen, heisst es auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vom Openair. So seien bereits über 90 Prozent der Viertages-Pässe verkauft worden.
Das Ziel sei eine Auslastung von rund 90 Prozent. «Wir sind aktuell auf Kurs, dieses Ziel zu erreichen.» Es sei jeweils das Wetter, das einen wichtigen Einfluss auf die kurzfristigen Ticketkäufe habe.
Pionierrolle beim Start
Die Formel, möglichst viele Geschmäcker zu bedienen, gehört im Gegensatz etwa zum Hip-Hop-Openair Frauenfeld ebenso zur DNA des Festivals wie die Bilder der Schlammbäder, sollten sich – wie nicht selten – heftige Regenfälle einstellen.