Mit grossen Namen in den neuen WM-Zyklus
Nach der Weltmeisterschaft haben viele Nationalteams ihren Trainer gewechselt. Einige grosse Namen kommen in den kommenden Tagen in der Nations League zu ihren Premieren.
Klopp: Die grosse Euphorie
Mit mehr Vorschusslorbeeren kann man kaum in einen neuen Job starten. Jürgen Klopp begeistert noch vor seinem ersten Einsatz als deutscher Bundestrainer am Donnerstag in Amsterdam gegen den Erzrivalen Niederlande. Seine Rede bei der Bekanntgabe des ersten Aufgebots rührte den Chefredaktor der «Bild» zu Tränen, wie das Boulevard-Medium erzählte und filmisch dokumentierte. «Die Fahne zurückholen» wünschte sich Klopp, als er einen kleinen politischen Exkurs wagte.
Sein erstes Aufgebot ist so breit abgestützt wie seine Popularität. 44 Spieler nahm Klopp in sein Kader für die anstehenden vier Partien. Es sind Spieler darunter, die international kaum bekannt sind, wie etwa Felix Keidel, der erst vier Bundesliga-Spiele mit Aufsteiger Elversberg bestritten hat, oder die Legionäre Mika Baur (Celtic Glasgow) und Vitaly Janelt (Brentford). Dafür fehlen bekanntere Namen wie Leroy Sané, Deniz Undav oder Goalie Oliver Baumann.
Xavi: Etwas Barça für Oranje
Auch bei den Niederlanden wird der Blick auf den Trainer gerichtet sein. Zum ersten Mal seit Ende der Siebzigerjahre und dem Österreicher Ernst Happel ist der Bondscoach der Oranje ein Ausländer. Der Spanier Xavi übernahm den Posten vom nach der WM zurückgetretenen Ronald Koeman. Der 46-jährige einst brillante Spielmacher muss sich rasch beweisen. Er war bei der Suche nach dem Nachfolger von Koeman nur die dritte Wahl, heisst es aus den Niederlanden.