Meloni feiert Regierungsrekord und beschwört Italiens Stabilität
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat die politische Stabilität als eine der wichtigsten Errungenschaften ihrer rechten Regierung bezeichnet.
Italien habe aufgehört, in Europa der «unter besonderer Beobachtung stehende Fall» zu sein, sagte die Politikerin bei einer Veranstaltung ihrer Partei Fratelli d'Italia (Brüder Italiens) in der süditalienischen Hafenstadt Bari anlässlich der Rekorddauer ihrer Regierung.
Meloni: Italien «kann die Richtung vorgeben»
Früher habe Italien ständig die Regierung gewechselt, sagte Meloni. Bei internationalen Treffen hätten Gesprächspartner deshalb gefragt: «Wie lange hält diese Regierung diesmal?» Wer auf diese Weise behandelt werde, könne nicht verhandeln und seine eigenen Interessen nicht durchsetzen.
Mit politischer Stabilität könne Italien Entscheidungen selbst vorgeben, statt sie hinnehmen zu müssen, sagte die 49 Jahre Politikerin weiter. «Man kann die Richtung vorgeben.»
Seit diesem Freitag ist Melonis Regierung länger ununterbrochen im Amt als jede andere Regierung seit der Gründung der italienischen Republik 1946. Damit übertrifft sie Silvio Berlusconis zweite Regierung (2001–2005). Genau 1.413 Tage ist sie nun Regierungschefin. Am 22. Oktober 2022 wurde sie als erste Frau in der Geschichte Italiens zur Ministerpräsidentin vereidigt. Das zweite Kabinett von Ex-Regierungschef Berlusconi war 1.412 Tage im Amt.
Ihre Regierung sei in den vergangenen knapp vier Jahren mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert gewesen, sagte Meloni in Bari weiter. «Man muss sagen, dass wir in diesen vier Jahren nicht gerade vom Glück verfolgt waren.» Sie zeigte sich aber kämpferisch: «Ich habe nie aufgegeben und habe auch jetzt nicht vor, es zu tun», sagte sie unter dem Applaus ihrer Anhänger.