Medien: 15 Jahre Haft für Ex-Hollywood-Mogul Weinstein
Gegen den früheren Hollywood-Filmmogul Harvey Weinstein sind in einem neu aufgerollten Verfahren wegen eines Sexualverbrechens 15 Jahre Haft verhängt worden. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit und berichteten mehrere US-Medien übereinstimmend, darunter der Sender NBC News und die «New York Times», aus dem Gerichtssaal.
Der 74-jährige Weinstein sitzt bereits seit Jahren im Gefängnis. Die Staatsanwaltschaft in Manhattan hatte eine Haftstrafe von 20 Jahren gefordert.
Das jetzt verhängte Strafmass ist ein weiterer bedeutender Schritt in der seit Jahren andauernden Aufarbeitung von Sexualverbrechen. Es gab bereits mehrere Verfahren, neben New York auch in Kalifornien. Vor Gericht hatte Weinstein bisher stets alle Vorwürfe zurückgewiesen. Seine Anwälte argumentieren, die sexuellen Kontakte seien einvernehmlich gewesen. Der gesundheitlich angeschlagene Weinstein wechselte in den vergangenen Jahren in New York zwischen Gefängnis und Häftlings-Krankenstation.
2020 war Weinstein in New York zu 23 Jahren Haft verurteilt worden, doch das Verfahren wurde neu aufgerollt. 2025 gab es dann ein gespaltenes Urteil. Weinstein wurde in einem von drei Anklagepunkten schuldig gesprochen: Die Geschworenen sahen es als erwiesen an, dass Weinstein einst ein schweres Sexualverbrechen an einer Frau begangen habe. Darauf bezieht sich nun das neue Strafmass. Laut Medien hatte sich der Übergriff auf eine frühere Produktionsassistentin vor rund 20 Jahren in einem Schlafzimmer seiner Wohnung in Manhattan ereignet.
Opfer: bin traumatisiert worden
Sowohl die betroffene Frau als auch Weinstein kamen zur Verkündung des Strafmasses. Laut «New York Times» las die Frau eine Erklärung über die Auswirkungen der Tat auf ihr Leben vor. Sie sagte, dass sie zusätzlich traumatisiert worden sei, als sie von ihrem Recht Gebrauch gemacht habe, den einstigen Film-Mogul zur Verantwortung zu ziehen. Es habe Spott in Medien gegeben.