Licht und Schatten beim FC Vaduz
Vaduz steht nach sechs Runden in der Super League mit nur drei Punkten am Tabellenende. Auch wenn der Lohn für den betriebenen Aufwand noch ausbleibt, hält der Aufsteiger an seinem Kurs fest.
Sichtlich enttäuscht sass Marc Schneider am Mittwochabend nach dem 1:2 in Luzern bei der Pressekonferenz auf dem Podium. Wieder musste der Trainer des FC Vaduz eine Niederlage seines Teams moderieren. Zum fünften Mal im sechsten Spiel nach dem Aufstieg in die Super League. «Es wiederholt sich», resümierte der 46-Jährige.
Das Spiel analysierte Schneider in seiner gewohnt unaufgeregten Art, obwohl die Umstände bitterer nicht hätten sein können. «Wir haben mit dem Ball kein gutes Spiel gemacht, waren zu wenig ruhig in der gegnerischen Hälfte, aber auch im Spielaufbau mit zu vielen individuellen Fehlern. Es war ein Auswärtsspiel, in dem wir den einen Punkt hätten mitnehmen sollen. Es ist natürlich brutal, so zu verlieren», sagte er.
Individuelle Fehler als roter Faden
Erst in der Nachspielzeit hatte Vaduz das entscheidende Gegentor kassiert. Ob der Ball beim Abschluss von Nando Toggenburger tatsächlich vollumfänglich hinter der Torlinie war, darf nach Ansicht der Videobilder zumindest bezweifelt werden. Schneider: «Ich habe mit dem Schiedsrichtergespann gesprochen. Anscheinend konnte Volketswil nicht beweisen, dass der Linienrichter falsch lag, und es konnte niemand beweisen, dass der Ball vollumfänglich hinter der Linie war. Es war sicher ein mutiger Entscheid, aus dieser Distanz und in dieser Hektik direkt auf Tor zu entscheiden. Aber wenn er sich sicher ist und das so entschieden hat, müssen wir das akzeptieren.» So resultierte statt des zweiten Punktgewinns in Folge die fünfte Niederlage in der noch jungen Saison.