Leine los: Wie in der Schweiz der Freilauf von Hunden geregelt ist
Hunde brauchen täglich genügend Auslauf ohne Leine. Das verlangt die eidgenössische Tierschutzgesetzgebung. «Leinen los für Hunde» gilt auf Vereinsgeländen und in einigen öffentlichen Hundeparks und Freilaufzonen. Die «Freilauf-Kultur» ist je nach Region anders.
Laut der Hundestatistik des Softwareunternehmens Identitas, die auf Zahlen für die Hundesteuern basiert, leben aktuell in der Schweiz gut 548'000 Hunde. Ein Grossteil dieser Hunde lebt in Städten oder städtischen Agglomerationen. Und gerade da ist es nicht immer einfach, den Hunden den nötigen Auslauf zu gewähren.
Eine Möglichkeit sind Hundefreilaufzonen und Hundeparks, die es landauf und landab in verschiedenen Ausführungen gibt: Im Tessin gibt es beispielsweise an der Maggia und am Ticino zwei öffentliche, nicht eingezäunte Freilaufzonen für Hunde.
Zwei öffentliche, eingezäunte Hundeparks hat die Stadt Basel. Aber da in Basel aktuell die Parkanlage Lange Erlen umgebaut wird, haben sich die Auslaufmöglichkeiten für Hund und Hündeler stark reduziert, wie Andreas Rogger, Geschäftsführer der Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft, weiss. Einzelne Hundebesitzer würden nun fürs Gassigehen auf die deutsche Seite ausweichen.
In Luzern gibt es eine Wiese für Hunde und Hündeler und in Birsfelden BL besteht ein nicht eingezäuntes Waldstück für Hunde. In Romanshorn betreibt die Stadt eine eingezäunte Freilauffläche für Hunde.
Mehr private als öffentliche Parks
Private Hundeparks und Hundewiesen gibt es häufiger als öffentliche. Beispielsweise gibt es zwei in der Region St. Gallen, in Luterbach SO, in Opfikon ZH oder auch in Meggen LU, Münchenbuchsee BE und Lengnau BE, um nur einige zu nennen. Interessant ist, dass zunehmend Vereine ursprünglich öffentliche Hundewiesen übernehmen und für deren Unterhalt, Sicherheit und Nutzung sorgen.
Ganz neu ist der öffentliche Hundepark in Sitten. Diese knapp 1200 Quadratmeter grosse, vollständig begrünte Anlage soll laut den Verantwortlichen die Sozialisierung der Hunde, die körperliche Bewegung und den Kontakt mit der Natur in einem sicheren Umfeld fördern. Der umzäunte Park ist in zwei Bereiche unterteilt, einen für kleine und einen für grosse Hunde.