Lage des Schweizer Vorsorgesystems verbessert sich
Die Lage des Schweizer Vorsorgesystems hat sich laut dem neusten Vorsorgebarometer von Raiffeisen weiter verbessert. Zu verdanken ist dies vor allem der besseren finanziellen Situation insbesondere der Pensionskassen.
«Diese Faktoren führten zu einer deutlichen Aufhellung bei den ökonomischen Verhältnissen der Vorsorgesysteme», sagte Jürg Portmann, Co-Leiter des Instituts Risk & Insurance an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), am Donnerstag an einer Videokonferenz. Die ZHAW führte die Studie zusammen mit Raiffeisen bereits zum neunten Mal durch.
Gegenüber dem Vorjahr stieg der Barometerwert um 28 Punkte auf 725 von maximal 1000 Punkten. Zum Vergleich: Bei der ersten Erhebung 2018 waren es 587 Punkte. «Das ist der höchste Stand seit Beginn der Studie», sagte Tashi Gumbatshang, Leiter des Kompetenzcenters Vermögens- und Vorsorgeplanung bei Raiffeisen.
Die Verbesserung sei in erster Linie der guten finanziellen Lage in allen drei Säulen des Vorsorgesystems zu verdanken, erklärte Portmann. Zugenommen hätten aber auch das Wissen der Bevölkerung über die Altersvorsorge und das Vertrauen in das System.
Finanzierung bleibt Sorgenkind
Dass dennoch nicht alles rosig ist, zeigen die Befragungsergebnisse. Neben wirtschaftlichen Kennzahlen fliessen auch Umfragedaten in das Vorsorgebarometer ein. Befragt wurden 1011 Personen im Alter von 18 bis 65 Jahren.
Die grösste Sorge bleibt demnach die langfristige Finanzierung der ersten Säule. Rund 39 Prozent der Befragten befürchten, dass die AHV ihre Ausgaben künftig nicht mehr decken kann.
Gleichzeitig sorgen immer mehr Menschen selbst fürs Alter vor. Der Anteil der Befragten mit einer Säule 3a erreichte mit 79 Prozent einen neuen Höchststand.