Knapp die Hälfte der KI-Nutzer urteilt negativ über deren Qualität
Masse statt Klasse: Knapp die Hälfte der Nutzerinnen und Nutzer von künstlicher Intelligenz beurteilt deren Qualität laut einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Marketagent negativ. KI-Inhalte werden als unnatürlich und unstimmig empfunden.
Künstliche Intelligenz (KI) sei längst im Alltag der Schweizerinnen und Schweizer angekommen, teilte Marketagent am Dienstag mit. 89 Prozent der 1000 Befragten gaben an, KI aktiv zu nutzen, 63 Prozent sogar mindestens einmal pro Woche.
Besonders die junge Generation treibe diese Entwicklung voran: Mehr als drei Viertel der nach 1995 Geborenen greifen demnach regelmässig auf KI-Anwendungen zurück.
Trotz dieser breiten Nutzung bleibt die Haltung gegenüber künstlicher Intelligenz widersprüchlich: Zwar stehen laut Marketagent 41 Prozent der Bevölkerung KI grundsätzlich positiv gegenüber, jede fünfte Person äusserte jedoch eine klare Ablehnung.
43 Prozent der Befragten bewerteten die zunehmende Masse an KI-generierten Bildern und Texten als negativ, und ebenso viele konsumierten entsprechende Inhalte eher ungern. Auch die wahrgenommene Qualität bleibt demnach hinter den Erwartungen zurück – und wird durchschnittlich nur als mittelmässig eingestuft.
Als zentrales Problem kristallisiert sich auch die mangelnde Gewissheit heraus: Nur rund ein Drittel der Bevölkerung fühlt sich sicher darin, KI-generierte Inhalte zuverlässig zu erkennen. Selbst unter jungen Menschen, die sich besonders intensiv mit digitalen Technologien beschäftigen, bleibt diese Sicherheit mit 49 Prozent begrenzt.
Um KI-Inhalte zu identifizieren, achten Nutzerinnen und Nutzer vor allem auf unnatürlich wirkende Elemente, eine ausdrückliche Kennzeichnung oder inhaltliche Unstimmigkeiten. 30 Prozent werden misstrauisch, wenn der Inhalt zu glatt oder perfekt ist.