Klimaschutzmassnahmen finden breite Zustimmung
Der Hitzesommer hat den Ruf nach mehr Klimaschutz in der Schweiz verstärkt. Eine grosse Mehrheit der Bevölkerung befürwortet laut einer Umfrage konkrete Massnahmen wie die Förderung von Gebäudesanierungen und eine Solarpflicht.
Rund drei Viertel der Bevölkerung sah nach dem Hitzesommer 2026 einen höheren Handlungsbedarf bei Klimaschutzmassnahmen, wie es in einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage von «20 Minuten» und Tamedia hiess. Ein Viertel sah keine Notwendigkeit für weitere Schritte. Die Zustimmung zu mehr Klimaschutz fiel bei Frauen mit 60 Prozent deutlich höher aus als bei Männern mit 43 Prozent.
Besonders gross war die Unterstützung für die Förderung von Gebäuderenovationen und Wärmedämmung. Vier Fünftel der Befragten sprachen sich dafür aus. Diese Massnahme fand laut Umfrage über alle Parteigrenzen hinweg eine Mehrheit, von den Grünen (89 Prozent) bis zur SVP (72 Prozent).
Auch eine stärkere finanzielle Unterstützung der Landwirtschaft durch den Bund befürworteten 62 Prozent der Befragten, um Ausfälle durch Hitze und Trockenheit abzufedern. Die Zustimmung war bei Personen mit einem Einkommen unter 4000 Franken am höchsten. Eine verstärkte Förderung von Nachtzügen durch den Bund unterstützten 58 Prozent. Eine Mehrheit der Anhänger von SVP und FDP lehnte diese Subventionen jedoch ab, wie es weiter hiess.
Initiativen finden Gehör
Mehrheitlich auf Zustimmung stiessen auch verschiedene Initiativen. Die Volksinitiative «Für eine sichere Versorgung mit erneuerbaren Energien» (Solarinitiative) der Grünen, die eine Pflicht für Solaranlagen auf Neubauten und bei Dachsanierungen anstrebt, unterstützten 71 Prozent mit Ja oder eher Ja. Der Bundesrat lehnt diese ab.