Kanton St. Gallen budgetiert für 2027 schwarze Zahlen
Die St. Galler Regierung hat für 2027 einen Voranschlag mit einem Ertragsüberschuss von 55,5 Millionen Franken vorgelegt. Damit setzt sich die positive Entwicklung fort. Das Budget enthält zusätzliche Sparmassnahmen, die von der Mehrheit des Kantonsrats verlangt wurden.
Nach mehreren Jahren mit roten Zahlen und andauernden Spardiskussionen fiel bereits der Rechnungsabschluss für 2025 mit einem Plus von 10,2 Millionen Franken unerwartet positiv aus. Dies entsprach einer Verbesserung gegenüber dem Budget um rund 200 Millionen Franken.
Auch für 2026 erwartet die Regierung schwarze Zahlen. Gerechnet hatte sie mit einem Defizit von rund 95 Millionen Franken. Dieser Trend setzt sich mit dem Voranschlag für 2027 fort. Das Ergebnis fällt bei einem Aufwand von 6,2 Milliarden Franken mit einem Plus von 55,5 Millionen deutlich besser aus, als im Vorjahr erwartet
Die positive Entwicklung werde sich auch in den kommenden Jahren zeigen, sagte Finanzchef Marc Mächler (FDP) am Donnerstag vor den Medien. «Der Turnaround ist geschafft.»
Mehr Geld aus dem Finanzausgleich
Es gibt verschiedene Faktoren, die zu den schwarzen Zahlen für 2027 führen. So wurde nun ein höherer Betrag für die Gewinnausschüttung der Nationalbank eingestellt als zuvor. Weiter erhält der Kanton wegen seiner Struktur- und Ressourcenschwäche weiter steigende Beiträge aus dem nationalen Finanzausgleich. Das sind zusätzliche 90,9 Millionen Franken.
Etwa gleich hoch liegen die erwarteten Mehrerträge bei den Steuern (+94,2 Millionen Franken). Die Beschäftigung steige überraschend stark an, stellte Felix Sager, Leiter des Steueramtes, fest. Es werde mit einer positiven Lohnentwicklung gerechnet.