Kanton fordert schnellen Geldfluss
Als «Hiobsbotschaft» bezeichnet die Bündner Regierung die am Mittwoch angekündigten, weiteren Corona-Massnahmen des Bundes. Der Bundesrat will die Schliessung von Restaurants sowie Kultur-, Sport- und Freizeitanlagen bis Ende Februar verlängern. Gastronomiebetriebe sowie Betreiber von Kultur, Sport und Freizeitanlagen treffe dieser Entscheid besonders hart, schreibt der Kanton in einer Mitteilung. Den betroffenen Betrieben müsse daher «rasch eine Perspektive geboten werden.»
Graubünden fordert weitere finanzielle Hilfen
Die Verlängerung der Bundesmassnahmen fällt mitten in die volkswirtschaftlich bedeutende Wintersaison. Somit sei klar, dass vom Wintertourismus abhängige Betriebe besonders hart vom Entscheid getroffen werden, heisst es in der Mitteilung. Der Kanton habe den Bundesrat daher bereits mehrfach aufgefordert, rasch zusätzliche Hilfen für die besonders betroffenen Kantone, beziehungsweise besonders betroffenen Branchen, zur Verfügung zu stellen.
Mit der Ankündigung des Bundesrats vom Mittwoch habe das Anliegen des Kantons an Dringlichkeit zugenommen, heisst es weiter. Die betroffenen Unternehmen und Branchen bräuchten «dringend eine Zukunftsperspektive». Die Bündner Exekutive würde es daher begrüssen, dass der Bundesrat bereits an seiner Sitzung vom 13. Januar und nicht erst am 20. Januar über weitere landesweite Hilfsmassnahmen entscheidet.