Junge Menschen und Männer haben ein höheres Tourismusbewusstsein
Von Juni bis August 2019 hat das touristische Wertschätzungsportal GRhome im Auftrag der Interessengemeinschaft Tourismus Graubünden (ITG) eine repräsentative Umfrage zum Tourismusbewusstsein durchgeführt. Gleichzeitig wurde die Wirksamkeit von GRhome bei Einheimischen und Zweitheimischen evaluiert.
Insgesamt haben 1'218 Personen an der Online-Umfrage teilgenommen. 973 Einheimischen und 245 Zweitheimischen, wie die ITG in einer Mitteilung schreibt. Die bisher einzige kantonale Umfrage zum Tourismusbewusstsein stammt vom Marktforschungsinstitut Demoscope und ist über 30 Jahre alt. Die Fachhochschule Graubünden hatte 2015 eine Umfrage nur im Churer Rheintal durchgeführt. Die Umfrage von GRhome ist somit deutlich grösser als diejenige von Demoscope (718 Befragte) und der FH Graubünden (330 Befragte).
Gesamtergebnis deutlich besser als vor 30 Jahren
Um das Tourismusbewusstsein zu erforschen, wurde die allgemeine und die persönliche Einschätzung zu der Bedeutung des Tourismus verglichen. Je kleiner der Unterschied desto höher ist das Tourismusbewusstsein. Während bei der aktuellen Umfrage diese Differenz nur knapp 20 Prozent ausmacht, lag sie bei den früheren zwei Umfragen bei mindestens 50 Prozent.
Über alle Regionen, Altersgruppen und Geschlechter ergibt sich heute ein ähnliches Bild, heisst es in der Mitteilung. Selbst im Bündner Rheintal sind die Werte praktisch mit den gesamtkantonalen identisch. Auffallend sei das etwas höhere Tourismusbewusstsein bei den jüngeren Menschen und den Männern.
Das Gesamtergebnis ist deutlich besser als noch vor 30 Jahren. Erfreulich auch die Tatsache, dass die Zweitheimischen die Bedeutung des Tourismus für den Kanton sogar noch etwas höher einschätzen als die Einheimischen. Bei der vom Tourismus erfahrenen Wertschätzung geben die Zweitheimischen immerhin die Schulnote 4,5. Hier gibt es aber noch deutlich Luft nach oben, schreibt die ITG in der Mitteilung.