Juden im Visier? Mutmassliche Hamas-Leute in Berlin angeklagt
Zu einem Jahrestag des Überfalls auf Israel soll die Hamas in Deutschland oder Österreich einen Mordanschlag auf Repräsentanten Israels, Juden oder Unterstützter geplant haben.
In Deutschland hat die Bundesanwaltschaft – die oberste Strafverfolgungsbehörde des Landes – nun Anklage gegen sieben mutmassliche Mitglieder der islamistischen Terrororganisation erhoben.
Als sogenannte Auslandsoperateure sollen sie Waffen und Munition für die Vereinigung beschafft haben, so der Vorwurf der Behörde. Ein weiterer Beschuldigter wird den Angaben nach gesondert verfolgt, weil er noch in Grossbritannien in Auslieferungshaft ist. Zuvor hatte die Zeitung «Welt» berichtet.
Die Bundesanwaltschaft legt den Männern mit unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten die Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat zur Last. Zudem gehe es um Verstösse gegen das Waffenrecht und in einigen Fällen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz. Der Staatsschutzsenat des Kammergerichts Berlin muss entscheiden, ob und wann es zum Prozess kommt.
Erster Zugriff in Berlin
Die sieben Beschuldigten sitzen teils seit mehreren Monaten in Untersuchungshaft. Anfang Oktober 2025 hatte die Strafverfolgungsbehörde zunächst drei von ihnen in Berlin festnehmen lassen. Bis dahin hatte die Gruppe ein funktionsfähiges vollautomatisches Gewehr, 13 Pistolen und mehr als 700 Schuss Munition besorgt, so die Bundesanwaltschaft. Einen Teil davon soll der inzwischen in Grossbritannien Inhaftierte nach Wien geschafft und dort eingelagert haben.