Iran-Krieg und Grönland-Abkommen: Trumps Agenda in New York
US-Präsident Donald Trump inszeniert sich auf internationaler Bühne gern als Friedensstifter – doch bei seiner Rede zum Auftakt der UN-Generaldebatte heute in New York wird dieses Bild besonders vom Iran-Krieg überschattet.
Wie wird sich Trump in der wichtigsten UN-Woche des Jahres zu dem Krieg äussern, den er vor fast sieben Monaten gemeinsam mit Israel begann? Und wird ein Treffen des Präsidenten mit den Golfstaaten am Rande der UN-Veranstaltung Bewegung in den festgefahrenen Konflikt bringen? Das sind nur zwei von vielen Fragen, die sich zu Beginn der Generaldebatte stellen.
Neben dem Iran-Krieg dürfte in New York auch ein Fokus auf dem russischen Krieg gegen die Ukraine liegen – sowie auf der erwarteten Unterzeichnung eines Abkommens im Grönland-Streit, zu dem bislang wenig bekannt ist.
Iran-Krieg lässt Trump nicht los
Trump wollte den Iran-Krieg eigentlich auf wenige Wochen begrenzen. Mehr als ein halbes Jahr später lässt sich sagen: Eine dauerhafte Beilegung ist noch immer nicht in Sicht. Zwar kommt Irans Präsident Massud Peseschkian laut iranischen Medien auch nach New York, zu einem möglichen Gespräch mit Trump wurde zunächst aber nichts bekannt.
Der grösste Streitpunkt zwischen Washington und Teheran ist aktuell die Kontrolle um die umkämpfte Strasse von Hormus. Der Iran brachte den Schiffsverkehr in der für den internationalen Ölhandel wichtigen Meerenge schon kurz nach Kriegsbeginn mit Drohungen und Angriffen faktisch zum Erliegen. Weltweit stiegen daraufhin die Öl- und Treibstoffpreise – eine Kriegsfolge, die viele der in New York anwesenden Staats- und Regierungschefs betrifft.