Investitionsstau am Rinerhorn wird abgebaut
Auch im vergangenen Jahr sei pandemiebedingt die Unsicherheit ein ständiger Begleiter gewesen, sagte Verwaltungsratspräsident Klaus May in seinen einleitenden Worten vor den rund 70 anwesenden Aktionären. Dies ändere sich auch im kommenden Winter nicht, erklärte May im Hinblick auf die angespannte Strom-Situation. «Wir sind bereits jetzt am Stromsparen. Derweilen haben wir für den Winter Szenarien vorbereitet. Es kann durchaus sein, dass bei schlechtem Wetter einmal ein Lift mehr abgeschaltet werden muss», so sein Blick in die Zukunft. Er betonte aber, dass man gegen aussen zeigen wolle, dass die Bergbahnen bereit seien und sehr gerne Gäste willkommen heissen werden.
Skilifte fit für Zukunft machen
Doch zurück zum Geschäftsjahr 2021/22. Erzielt wurde ein Cash-flow von 1 518 029 Franken (Vorjahr 886 438). «Dank diesem hohen Betrag sind wir in der Lage, die Investitionen aus eigener Kraft tätigen zu können», erklärte May. Als Richtschnur für diese Bedingung gelte ein Cash-flow von 1.2 bis 1.3 Millionen Franken. Und investiert hat man nicht wenig, wie Geschäftsführer Reto Gamper zu berichten wusste: «Wir konnten den Speichersee fertigstellen und ihn auf den Winter hin bereits nutzen. So verlief die ganze Beschneiung viel effizienter.» Für Revisionsarbeiten habe man 170 000 Franken mehr als üblich ausgegeben. Man sei nämlich nun daran, die aufgestauten Investitionen bei den Skiliften abzubauen. «Auch in den nächsten Jahren werden wir weiterhin einen erhöhten Investitionsbedarf haben», blickte Gamper voraus. Beim Hubellift habe man 2020 bereits die Steuerung und die Fernüber-wachung erneuert. Im letzten Herbst folgte dann die Montage der neuen Gehänge, und als Nächstes stünde der Austausch des Motors und der Gelenkwelle an. May betonte, dass die Anlagen, die derzeit in Betrieb sind, gut funktionieren würden. Aber man erneuere die Lifte nach und nach gemäss den Vorschriften des Bundesamtes für Verkehr und des Interkantonalen Konkordates für Seilbahnen und Skilifte. Vor solchen Neuerungen nicht ausgenommen ist auch die Gondelbahn: Wie Gamper ausführte, laufe die Betriebsbewilligung der Anlage am 30. April 2027 aus. Derzeit sei man daran, alles für eine Erneuerung vorzubereiten. Investitionen seien beispielsweise in den Bereichen Steuerung, Hydraulik und Kabinen nötig.