Im Kantonsspital lassen sich die Partygänger testen
Die Anzahl Coronafälle sind in diesen Tagen wieder höher als auch schon. Doch heute sind Bund und Kanton besser gerüstet, um einer zweiten Welle vorzubeugen, als noch im Februar. Seit knapp zwei Wochen gibt es nämlich gratis Covid-19-Tests und die Swiss-Covid-App. Beide Massnahmen sollen helfen, Infektionsketten frühzeitig zu erkennen und durch Quarantäne zu unterbrechen.
Das spüren in erster Linie die Spitäler. Denn immer mehr Personen lassen sich untersuchen – sei es, weil der Coronatest nun gratis ist oder weil die App eine mögliche Infektion erkennt. Das zeigt eine Umfrage bei den Bündner Spitälern.
Deutlich mehr Tests in Ilanz
Chefarzt Thomas Koch spricht von einem deutlichen Anstieg der Testwilligen im noch jungen Juli. Schon jetzt wurden am Spital Ilanz mehr Coronatests (25) als noch im ganzen Juni (24) durchgeführt. «Wir stellen eine deutliche Zunahme fest», so Koch. Getestet wurde auch eine Person, die über die Swiss-Covid-App alarmiert worden war: Die App warnt Menschen, die sich für eine bestimmte Dauer in der Nähe einer infizierten Person aufhielten. Zudem seien in Ilanz vor allem Touristen und Kinder aus Ferienlagern getestet worden, wie Koch ausführt.
Auch wenn heute deutlich mehr Tests im Regionalspital Surselva durchgeführt werden als zuvor, sei das Personal nicht überfordert, so Koch weiter. «Bei uns sind Abstriche jederzeit möglich.»
Es dauert gemäss Aussagen des Chefarztes einfach unterschiedlich lange, bis die Testergebnisse vorliegen. Über mögliche Kosten würden die Patienten zudem stets aufgeklärt. «Die Patienten werden stets über die Kosten und Kostenübernahme informiert», betont Koch. Denn: Wie im Kantonsspital in Chur, werden auch in Ilanz nur Personen mit Symptomen getestet.
Leichter Anstieg im Engadin
Im Spital Oberengadin stellt CEO Beat Moll fest: Seit dem Wochenende ist die Nachfrage nach Covid-19-Tests angestiegen. «Es ist jedoch kein riesiger Ansturm», ergänzt er. Einen direkten Zusammenhang mit der Übernahme der Testkosten durch den Bund kann er indes nicht beobachten. In den letzten sieben Tagen sind im Spital Oberengadin 28 Corona-Abstriche gemacht worden, die Woche davor rund 15.