Neue IG will Verkehrschaos vermeiden
Das 10 000 Einwohner zählende Davos steht vor seiner grössten jährlichen Herausforderung: Das Jahrestreffen des World Economic Forum, das vom 20. bis 24. Januar stattfindet, erwartet nicht nur etwa 3000 prominente Gäste, sondern auch 2000 Limousinen. Nicht zu vergessen: Allein der Flughafen Zürich rechnet in der Woche der weltweit beachteten Tagung mit 1000 zusätzlichen Flügen, deren Passagiere Taxis und Chauffeurtransfers nach Davos brauchen.
Um die angespannte Verkehrssituation in Davos zu glätten, wurde jetzt die Interessengemeinschaft (IG) der Limousinendienste ins Leben gerufen, deren Hauptfokus auf Davos liegt. Die Gründung der IG geht auf eine Initiative des Chauffeur- und Limousinendienstleisters Top Alliance AG zurück, die in der Schweiz als heimisches Unternehmen ansässig ist und seit 30 Jahren über umfangreiche Erfahrungen in diesem Metier verfügt. Die IG will zur Optimierung der Verkehrssituation bei Grossevents beitragen, die Situation der Anwohner verbessern, die von Grossveranstaltungen direkt betroffen sind, und auch die Parkierungs- und Übernachtungsmöglichkeiten von Chauffeuren gewährleisten.
Insbesondere die Frage nach Parkplätzen, die Übersicht über freie Stellplätze und die Lenkung des Verkehrs zum Kongresszentrum, zu Hotels sowie zu den Abhol- und Absetzpunkten für Shuttlebusse etc. zählen zu den unterstützenden Aufgaben der neuen IG, die mit ihren 350 Mitarbeitenden während des Meetings rund 300 Fahrzeuge in Davos einsetzt. Top Alliance-Verwaltungsratspräsident Martin Schwegler: «Letztes Jahr hat sich gezeigt, wie wichtig der Informationsaustausch unter den Limousinendiensten wäre. Unsere Firma hat relativ kurzfristig die Bewirtschaftung des nahe am Kongresszentrum liegenden Symondpark-Parkhauses übernommen, um darin für Ordnung zu sorgen und die Parkmöglichkeit für die einheimische Einkaufskundschaft sicherzustellen.» Das gab dann grosse Probleme unter den Limousinen-Mitbewerbern. Man hatte sich offenbar daran gewöhnt, im besagten Parkhaus günstig parkieren zu können oder Gäste abzusetzen, und wusste deshalb nicht, dass die Organisatoren des Davos Meetings anderorts genügend sonstige neue Park- und Absetzmöglichkeiten geschaffen hatten. Ziel der neuen Interessengemeinschaft ist es, während des Davos Meetings fortlaufend Informationen auszutauschen, um die Verstopfung der Strassen durch Fahrzeuge zu reduzieren.