«Ich hatte immer nur den nächsten Punkt im Kopf»
Erster Auftritt im Hauptfeld eines WTA-Turniers, erster Sieg – und das gegen die Nummer 25 der Welt. Mit ihrem Erfolg gegen Julia Görges sorgte Simona Waltert letzte Woche bei den Ladies Open in Lausanne für eine kleine Tennis-Sensation. Mit einigen Tagen Abstand blickt die 18-jährige Churerin zurück.
Simona Waltert, unmittelbar nach Ihrem Sieg, sagten Sie im Platzinterview, es fühle sich alles sehr komisch an. Hat sich das mittlerweile etwas geändert?
Jein. Ich brauchte einige Tage, um zu realisieren, was ich erreicht habe. Auf dem Platz habe ich tatsächlich nichts gefühlt. Ich war irgendwie ganz leer, habe nicht realisiert, was abgeht.
Haben Sie während des Spiels gemerkt, was möglich ist?
Ich war voll im Tunnel, hatte immer nur den nächsten Punkt im Kopf. Vieles ist einfach passiert, ohne dass ich gross studieren musste. Dieses Gefühl ist schwierig zu beschreiben. Aber diesen Flow will ich unbedingt mitnehmen.
Waren Sie vor der Partie nervöser als sonst?
Ich bin zwar vor jedem Spiel nervös, aber es ist schon nochmals was anderes, wenn du deinen ersten Match im Hauptfeld eines WTA-Turniers machst und dann erst noch auf die Nummer 1 des Turniers triffst.
Sie lagen in den ersten beiden Sätzen gegen Görges mehrmals mit Break zurück, schafften aber immer wieder das Rebreak.
Ich wusste ja, dass mir eine extrem starke Gegnerin gegenüber stand. Darauf habe ich mich eingestellt. Manchmal kamen Bälle zurück, da staunte ich selbst ein bisschen. Aber ich habe bei meinem bisher grössten Auftritt meiner Karriere wohl mein bestes Spiel gemacht.